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Regel kleine Anzahl Intervalle endlicher Größe nicht endgültig
yegeben ist, und weil man daher nur kraft einer Hypothese mittels
Interpolation zur Verteilung auf andere als die gegebenen Intervalle
gelangen kann, läßt sich oft daraus Nutzen ziehen, daß man außerdem
lie Verteilung der betreffenden Einkommenmasse auf dieselben Inter-
valle (vgl. z. B. Tabelle 40) kennt; die Verbindung, die zwischen
der Verteilung der Einkünfte und der Einkommenmasse besteht,
kommt in dieser Tabelle dadurch zum Ausdruck, daß die auf ein
gegebenes Intervall entfallenden Einkünfte, wie im $& 252 bewiesen,
zwischen den Grenzen des Intervalls liegen.
Wenn diese Bedingung erfüllt ist, kann man die zur Benutzung
beabsichtigte Interpolationskurve wählen, so daß sie in einem ge-
zebenen Intervall nicht nur die richtige Anzahl von Einkünften,
sondern auch die richtige Einkommenmasse abgrenzt, und damit
Interpolationsergebnisse erzielen, die sich in höherem Grade auf
lie vorliegenden Beobachtungen stützen (oder mit ihnen überein-
stimmen). Eine ganz ähnliche Aufgabe liegt bei der Interpolation
in einer Tabelle vor, die z. B. die Verteilung der feuerversicherten
Gebäude nach Versicherungssummen und die gesamte Versicherungs-
summe der auf jedes der benutzten Intervalle entfallenden Objekte
angibt. Beispiele für die Behandlung dieser Art von Aufgaben sind
ım Anhang gegeben.
D. Ausgleichungsmethoden.
250. Bereits im $ 245 wurde gesagt, daß es nahe liege, eine
zraphische Ausgleichung der in der Figur 11 wiedergegebenen
Treppenkurve in der Absicht vorzunehmen, eine die betreffende
Altersgliederung darstellende Frequenzkurve zuwegezubringen; selbst
wenn es auf rein mathematischem Wege möglich wäre, eine Ver-
k‚eilungskurve von der Eigenschaft zu bestimmen, daß sie in jedem
der betrachteten einjährigen Intervalle gerade die von der Figur an-
yedeuteten Flächen (die Anzahl) abgrenzte, dann müßte die hiermit
verbundene — übrigens recht erhebliche — Arbeit auf Grund der
Fehler, welche den Beobachtungen selbst, ja der Beobachtung eines
30 relativ einfachen Kennzeichens wie des Alters anhaften, als ganz
umsonst betrachtet werden,
Schon eine Betrachtung der der Figur zugrundeliegenden Zahlen
deutet darauf hin, daß solche Fehler tatsächlich vorhanden sind;
diese können jedoch übrigens in verschiedener Weise festgestellt
werden. Wie im S 58 gesagt. wird u. a. das Alter oft für einen