argeben sich die durch den Friedensvertrag verur-
sachten Flächenverluste mit 53°% der Gesamtfläche,
mit 60% der Waldfläche, mit 60°% der produktiven
Cläche und mit 26% der unproduktiven Fläche.
Die folgende Uebersicht zeigt, daß die Oesterreichi-
schen Bundesforste sich in mehr oder weniger arron-
dierten Komplexen, hauptsächlichst in den Hochge-
Dirgslagen der Alpenländer Oesterreichs befinden.
Man kann diesen Umstand auch aus den obgenannten
Verlustziffern herauslesen, und zwar hauptsächlich
aus der geringen Verlustziffer der unpro-
duktiven Nebengründe. Diese erklärt sich dar-
aus, daß nur an Italien und den S.-H.-S.-Staat Hoch-
wirtschaft gegen ein Entgelt, das heute bei dem Grund-
;atz „Krone ist Krone” nur einen kleinen Bruchteil
ler von den Oesterreichischen Bundesforsten zu tra-
senden Grundsteuer deckt, zur Verfügung zu stellen.
Im Jahre 1027 betrug diese Leistung der Bundes-
orste für die Landwirtschaft S 4,106.240°00. Der
schaden und Nutzungsentgang, der durch die Streu-
ınd Weideservitute den Ocesterreichischen Bundes-
“orsten erwächst, kommt überdies einer Ziffer von
‚und zwei Millionen Schillingen gleich. Die jährlichen
Ipfer der Oesterreichischen Bundesforste für die
Landwirtschaft betragen daher .rund sechs Millionen
Schilling. Diese Leistung kann nach der heutigen
ff
Übersichtskarte der Österreichischen Bundesforste
5}
“Ur
4
gebirgsforste abgetreten wurden, während die Haupt-
masse der abgetretenen Forste fast durchwegs aus dem
Kahlschlagbetriebe :angehörenden und infolge großer
Altholzüberschüsse für Exploitation geeigneten Forsten
Saliziens und der Bukowina bestand.
Die zurückgebliebenen Forste sind dementsprechend
weit weniger ertragreich, zum Teile auf einer Schutz-
waldfläche von rund 80.000 ha — nahezu ertrags-
los. Demzufolge sind auch bei einem Flächenverluste
von nicht viel über der Hälfte der Fläche nahezu
drei Viertel des ursprünglichen, jährlich
ıutzbaren Einschlages verlorengegangen.
In finanzieller Beziehung wirkt sich diese Tatsache
äußerst ungünstig und wenig erfolgverheißend aus,
weil die verbliebene Restfläche den größten Teil der
Belastungen der ursprünglichen Fläche hat über-
nehmen müssen, da die erträgnisreichen Forste Gali-
ziens und der Bukowina unbelastet waren. Von einem
Jahreseinschlage von rund 1,200.000 fm* stehen
gegenwärtig nur rund 000.000 fm? zur freien Ver-
‘ügung und sind jährlich rund 300.000 fm* Holz
noch Streubezüge und Weideberechtigung der Land-
3Zuchungsverordnung dem Bunde nicht in Rechnung
zestellt werden, trotzdem es das Reformgesetz vorsieht.
Nun sind in der Nachkriegszeit die Valorisierungen
zanz verschieden vor sich gegangen. Die Holzpreise
sind höchstens mit dem 15.S0Ofachen Friedenspreise
‚alorisiert. Dem Waldbesitzer kommt aber ausschließ-
ich nur der Stockzins zugute, der beispielsweise in
len steirischen Forsten, wo die Verhältnisse am besten
iegen, nur 6000- bis 700Ofach valorisiert ist. Die
larüber hinausgehende Valorisierung wird von den
Steuern, Umlagen, sozialen Lasten und dergleichen
verschlungen. Die Löhneselbst sind auf das 24.000 fache
zestiegen. Durch all diese Verhältnisse sind die
Jesterreichischen Bundesforste gleich den übrigen
ıngünstig gelegenen Gebirgsforsten Oesterreichs an
lie Grenze der Passivität gedrückt. Es wird, solange
ıicht buchmäßig eine entsprechende Entlastung nach
rgend einer Richtung eintritt, nach wie vor der in-
ensivsten Anstrengung bedürfen, um gleich dem
ahre 1927 einen bescheidenen Gebarungsüberschuß
lauernd sicherzustellen. Alle Ausgabenkategorien der
etzten Jahre sind einer stets steigenden Automatik