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Einleitung.
Lollar. Nachdem dieser zur Genüge ausprobiert war, trat er
alle seine Rechte an ein Konsortium ab, das Anfang 1899 die
Brennöfenbauanstalt G. m. b. H. in Hamburg 1 2 gründete. „Der
Drehofen dieser Gesellschaft besteht aus zwei schwach geneigten
Trommeln, deren eine zum Brennen, deren andere zum Kühlen
dient. Die erstere, oben gelegene, ist mit feuerfesten Steinen
ausgefüttert und ist länger und weiter als die untere. Die
Trommeln liegen mit ihren Laufringen frei auf mehreren Rollen
paaren und werden mittels eines Zahnkranzes angetrieben. In
denselben greift ein Rädervorgelege ein. Das obere Ende der
Brenntrommel steckt mit einem schmalen Spielräume in einem
gemauerten Kopfe, der zum Abführen der Heizgase mit einem
Schornstein verbunden ist. Durch den Mauerkopf ragt in die
Trommel hinein das Zuführungsrohr für das Rohgut“'. Das trocken
aufbereitete Rohmehl wird etwas angefeuchtet, um den Staub
zu mindern. Beim Naßverfahren enthält der Schlamm ca. 40 °/o
Wasser. „Das in die Brenntrommel gebrachte Rohgut rückt
allmählich infolge der langsamen Drehung der Neigung folgend
vor, der am anderen Ende befindlichen Feuerung entgegen, und
erwärmt sich stufenweise“ 2 . Am Ende der Brenntrommel fällt
der Klinker in die Kühltrommel. Durch diese wird ein Luft
strom gesaugt, der sich beim Kühlen der Klinker selbst erwärmt
und dann als Brennluft für den Kohlenstaub verwendet wird,
mit dem die Brenntronnnel geheizt wird. Von der Kühltrommel
kann der Klinker auf Transportband in die Zementmühle ge
bracht werden. Also auch beim Drehofen findet die größt
mögliche Ausnutzung der einmal erzeugten Hitze sta]tt. Da man
im Drehofen jeden Hitzegrad erzeugen kann, ist es möglich, in
ihm aus jeder Rohmasse, die in irgend einem anderen Ofen eine
gute Ware liefert, einwandfreien Portlandzement herzustellen.
Der Verbrauch von Kohlen beträgt beim Trockenverfahren
34—42,5 kg, beim Naßverfahren 50—59,5 kg pro Faß 3 . Der
1 Aus Heusinger v. Waldegg, S. 210.
2 A. a. 0. S. 210.
2 Heusinger v. Waldegg, S. 213.