Full text : Der Einfluß des Deutschen Zollvereins 1834 bis 1918 auf die deutsche Eisenwirtschaft

Vorwort  zur  vierten  Auflage.

XV

Volkszählung  in  den  Zollvereinsstaaten  stattgefunden  Dec.  1&64;.
hiS  ging  nicht  an,  den  Druck  zu  verschieben  bis  die  Ergebnisse
dieser  Zählung  in  allen  Staaten  festgestellt  und  bekannt  gemacht
sein  würden.  Wir  haben  es  bei  der  vorigen  Auflage  thatsächlich
erfahren,  dass  in  manchen  Ländern  erst  nach  beinah  einem  Jahre
auch  nur  provisorische,  später  nicht  unbedeutend  rectiflcirte
Aufstellungen  erlangt  werden  konnten,  und  dies  zwar  ungeachtet
der  entschiedensten  Gefälligkeit,  die  wir  so  ziemlich  allenthalben
fanden,  wobin  wir  uns  um  Unterstützung  zu  venden  hatten.  In
einem  .Jahre  stehen  aber  anderwärts  (namentlich  in  Frankreich,  Belgien ­
  etc.  bereits  wieder  neue  Zählungen  in  Aussicht,  und  so  käme
man  gleichsam  nie  zum  Abschlüsse.  Um  also  die  Herausgabe  des
Buches  nicht  beinahe  ein  ganzes  .Jahr  lang  zu  verzögern  und  dann
dennoch  nur  annähernd  richtige  Ziffern  einer  blos  provisorischen ­
  Berechnung  geben  zu  können,  schien  es  geeignet,  bezüglich
der  Zollvereinsstaaten  die  in  allen  I  heilen  festgestellten  Bevölkerungsaufnahmen ­
  vom  December  ISGl  vorerst  beizubehalten.  Um
indess  auch  in  dieser  Jfeziehung  keineswegs  zurück  zu  bleiben,
wird  der  Herr  A  erleger  eine  gedrängte  Zusammenstellung  der
wichtigsten  Ergebnisse  der  neuen  Aufnahme,  so  bald  dieselben
definitiv  festgestellt  sein  werden,  den  Käufern  dieses  Buches  un—
entyeldlicli  nachliefern.
Es  versteht  sich  von  selbst,  dass  auch  bei  dieser  Auflage  irrige
Angaben,  auf  welche  wir  aufmerksam  gemacht  wurden,  sorgsam
berichtigt  sind.  Das  vorliegende  Buch  schliesst  eine  so  ungeheuere
‘  lenge  einzelner  Daten  in  sich,  dass  die  Vermeidung  aller  Irrthümer
  selbst  dann  geradezu  unmöglich  wäre,  A\  enn  die  Statistik  allenthalben ­
  einen  weit  höheren  Grad  der  Entwicklung  erreicht  hätte,
als  es  gegenwärtig  noch  der  Fall  ist.
Aber  auch  viele  \\  ünsche  sind  uns  zugekommen,  noch  diese
oder  jene  Art  von  Einzelheiten  aufzunehmen.  Wenn  irgend  möglich ­
  ohne  den  eigentlichen  Zweck  des  Werkes  zu  gefährden,  ist
sidchen  \  erlangen  entsprochen  worden.  In  nicht  wenig  Fällen
musste  jedoch  davon  abgesehen  werden,  und  zwar  aus  der  massge-)cnden
  Bücksicht,  dass  der  praktische  Gebrauch,  für  wel-P
  len  dieses  Buch  von  Anfang  an  bestimmt  war,  durch  allzugrosse
^  usdehnung  nicht  gefördert,  sondern  geschädigt  werden  würde.
Aus  diesem  (irunde  mussten  namentlich  Erörterungen  über  die
I  heorie  der  Statistik  und  die  Art  der  Behandlung  der  Aufnahme
^c.  unbedingt  ausgeschlossen  bleiben.  Dass  übrigens  Fragen  dieser
^  erfasser  persönlich  nichts  weniger  als  gleichgiltig  sind,
durfte  u.  a.  der  Anhang  zur  neuen  Auflage  einigermassen  beweisen.
^mgt  in  der  Natur  der  Dinge,  dass  ein  Buch,  welches  einige
Auflagen  erlebt  hat,  Nachahmungen  findet.  Wir  können  uns  nur
freuen,  so  vielen  Erfidg  erlangt  zu  haben,  um  auch  diesesVorkommniss
  zu  erfahren,  wenn  gleich  nebenbei  ein  Faar  Ungebührlichkeiten
  zum  A  orschein  kamen.  Es  ist  diese  letzte  Erscheinung  gleichalls
  ein  statistisches  Moment,  wie  manches  andere  vergleiche
*-cite  5.JG),  selbst  in  der  Beziehung,  dass  das  eines  Erfolges
            
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