wenigstens zeitweilig kann, beweist, daß das Humanitätsprinzip
sich durchringen will, daß mit ihm irgendwie in der neuen Gesellschaft,
im Zukunftsstaat und demgemäß auch in der neuen
Wirtschaft, in der künftigen Weltwirtschaft, gerechnet werden
darf, ja muß.
Deshalb müssen wir tastend versuchen, unser System der Wirtschaft
nach dem Humanitätsprinzip zu gliedern, indem wir eine
allmähliche Entspannung zwischen dem ökonomischen und
dem ihm feindlichen politischen Mittel durch dieses Prinzip
voraussetzen oder für die Zukunft erhoffen.
Unser System sieht unter dieser Voraussetzung dann gegenwärtig
so aus:
Schema 7: Humanitätsprinzip
Natur
+ Mensch
= Kanpital
Gemeinbesitz
Bodenreform
Arbeitsrecht
u. Arbeitspflicht
Gemeinnützige
Anlage
Zwangswirtschaft
Marktausschaltung
Tariflöhne
geringe Leistung
Begrenzte
Verzinsung
Rationierung
mittl. Niveau
d. Lebenshaltung
Geringe
Kapitalbildung,
aber wachsende Bevölkerung! Es befriedigt nicht, weil unter
diesen Umständen das politische Mittel immer wieder zum
Durchbruch kommen wird.
So endet das Wirtschaftsproblem, wie es eigentlich selbstverständlich
ist, im Bevölkerungsproblem. Hier aber spielen
andere als nur rationale wirtschaftliche oder gar nur bergwirtschaftliche
Fragen die Hauptrolle, eben irrationale Fragen.
Kultur ist mehr als Wirtschaft.
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