Einführung
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und Jahreszeit ziemlichen Schwankungen unterworfen sind, schien es uns ratsam
für die Angabe der Plätze eine Durchschnittszahl für alle Einrichtungen anzuneh-
nen, Wir glauben nicht zu überschätzen, wenn wir pro Einrichtung mit 55 Plätzen
rechnen, d. h. bei 3352 Einrichtungen mit 184360 Plätzen (vgl. Tab. S.
614). Aber auch die Pflegekräfte in den Einrichtungen der Kinderpflege
wechseln nach der Zahl der Kinder.“
Auch hier ist nur eine schätzungsweise Angabe möglich und es dürfte dem
Normalsatz entsprechen, wenn man für je 50 Kinder zwei Pflegekräfte annimmt.
Demnach wäre bei der oben angegebenen Zahl von 184360 Plätzen mit 7374
Pflegekräften zu rechnen.
Die Berechnung der sonstigen Einrichtungen der Halboffenen und Offenen
Fürsorge geschah in der Weise, daß jede Einrichtung bzw. jeder Verein, sofern
nicht in Klammern eine Zahl dabei vermerkt ist, als eine Einrichtung und ein
Verein ‚anzusehen ist. — Ein zahlenmäßiger Ueberblick über die Einrichtungen
der Offenen Fürsorge, sowie die Vereine ist in den Tabellen II—VI gegeben. —
Als besondere Anlagen sind dem Buche 4 Uebersichten über die Schwestern-
und Diakonenarbeit beigefügt, während die übrigen persönlichen Kräfte tabellarisch
nicht verzeichnet wurden, da sich bei diesem ersten Versuch einer Zusammen-
lassung aller Arbeitskräfte eine Vollständigkeit nicht erreichen ließ. —
Stichtag für die Uebersichtstabelle der Evangelischen Schwesternschaften ist
der 1. Januar 1927, für diejenige der Diakonen der 1. Juli 1927; ein genauer Stich-
tag für die übrigen teils aus den einzelnen Kreis-Wohlfahrtsdiensten, teils durch
die Fach-Organisationen zusammengetragenen Angaben war bei der Reichhaltigkeit
des Materials, das mehrfacher Durcharbeit unterworfen war, nicht einzuhalten. —
Das umfassende Ortsregister soll ein schnelles Auffinden der einzelnen Ein-
richtungen und Vereine ermöglichen.
Wir sind uns klar, daß trotz der Fülle der in diesem Handbuche verzeichneten
Einrichtungen und Vereine der Halboffenen und Offenen Fürsorge, die sich auf
rund 12 000 Orte in Deutschland verteilen, noch verschiedene sehr wichtige Einrich-
tungen nicht erfaßt worden sind; z. B. konnte die große Anzahl von NotstandS-
Sspeisungen, die von den einzelnen Kirchengemeinden und von Vereinen all-
jährlich durchgeführt werden, nicht in das Buch aufgenommen werden, — Ferner
fehlen die Jugend- und Abendheime, von deren Aufnahme nach Sich-
tung des eingegangenen Materials Abstand genommen werden mußte, weil aus
den erhaltenen Angaben nicht einwandfrei festzustellen war, in welchen Fällen
es sich um Eigenheime oder um gemietete Säle in Gemeindehäusern etc, handelte.
Es sind weiterhin fortgelassen die Brockensammlungen, eine sehr wich-
tige Fürsorgearbeit namentlich der Stadtmissionen, für die jedoch die Einzelmeldun-
gen zu unvollständig einliefen.
Berlin-Dahlem, im Juni 1928.
a. Lehmann