Object: Kritische Studien zum wirtschaftlichen Problem des Zwei- und Dreischichtensystems in Hochofenbetrieben

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Gebiet der Belegschafts- und Produktions Kasstik maßgebe ud. 
Einmal haben die Untersuchungen, die yon der Belegschafts 
statistik aus angestellt wurden, ergeben| daßpdie| ea 
Erhöhung des Belegschaftsstandes in de Jahren 1919 x 
nicht entscheidend auf die Veränderukg“%der Arbeitszgit 
zurückgeführt werden kann. Es wurde alsKbertits/er- 
wähnt (siehe S. 33), daß die als Folgen der Ififfation oft 
sprunghaft steigende Entwertung der Löhne Lohnauf- 
wendungen in einer Höhe ermöglichte, die bei einem Zwang 
zu scharfer Kalkulation nicht möglich gewesen wären. 
Außerdem waren die Löhne innerhalb der einzelnen 
Lohnperioden, vom Goldniveau aus betrachtet, wie es 
für diese Untersuchung nötig wäre, oft so starken Schwan- 
kungen unterworfen, daß sich keine exakten Aussagen über 
ihren Anteil an den Gestehungskosten bzw. an den Preisen 
der Produkte gewinnen ließen. Welches Ausmaß diese 
Schwankungen schließlich auf ihrem Höhepunkt angenommen 
haben, davon gibt eine Notiz der „Wirtschaftskurve der 
Frankfurter Zeitung“?) in einer Erhebung über „Die Zu- 
sammensetzung der Ruhrkohlenpreise während der Haupt- 
inflationsperiode“ einen Eindruck: „So hatte z. B. am ersten 
Tage der Lohnperiode vom 29, Okt. bis 4. Nov. (1923, der Verf.) 
der mittlere Tageslohnsatz einem Goldwert von 9,50 M. ent- 
sprochen, am letzten Tage derselben aber nur noch einem 
solchen von 1,48 M. gegenüber einem Schichtlohn von 5 M. 
bis 5,50 M. in der Vorkriegszeit“. Ganz ähnliche Angaben 
wurden von der Betriebsleitung des untersuchten Hoch- 
ofenbetriebes gemacht, wenn sich auch hier nicht Schwan- 
kungen der Lohnhöhe im Verhältnis 7:1, sondern „nur“ 5:1 
vollzogen haben. Aus diesen Gründen kann das Jahr 1928 
nicht zur Beurteilung der wirtschaftlichen Auswirkungen 
des Dreischichtensystems herangezogen werden. 
1) 1924, Heft 1, S. 160.
	        
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