Full text: Das Hotel- und Gastgewerbe

WELCHE ZEITUNG WÄHLE ICH FÜR MEINE PROPAGANDA 39 
Anzeige dauernd in der Erinnerung halten würden, gleich- 
mütig verzichten können? Brauchen sie zweitens keine mit dem 
nötigen finanziellen Rüstzeug versehene Fachpresse? 
Alle mir bekannten amerikanischen Hotelfachzeitschriften 
sind typographisch hervorragend und mit reichem Bilder- 
schmuck ausgestattet. Wir haben, seitdem der Weltkrieg der 
im Jahre 1913 von mir geschaffenen „Illustrierten Hotel-In- 
dustrie‘“ nach geradezu beispiellos schnellem Aufstieg, die Auf- 
lage hatte die ersten 20.000 sehr bald weit überschritten, ein 
jähes Ende bereitete, zurzeit kein Blatt mehr, das sich den 
amerikanischen Kollegen in dieser Beziehung, also in der typo- 
graphischen Ausstattung und dem reichen Bilderschmuck, 
ebenbürtig an die Seite stellen könnte. Die Mittel erlauben es 
nicht. Warum nicht? Weil die Fachblätter der Unterstützung 
durch jene Kreise zwar nicht ermangeln, für die sie in die 
Arena treten, weil diese Unterstützung aber doch nicht so tat- 
kräftig und nachhaltig erfolgt, daß ihre Rückwirkung wiederum 
der Gesamtheit des Hotelgewerbes zugute kommen könnte. 
Diese Unterstützung wird den amerikanischen Blättern in viel 
sroßzügigerer Weise zuteil. Dem europäischen Hotelbesitzer ist 
eben noch immer nicht zum Bewußtsein gekommen, daß seine 
eigene Fachpresse auch für ihn eine nicht zu unterschätzende 
Reklame dann bedeutet, wenn diese Fachpresse in großzügiger 
Weise unterstützt wird und infolgedessen mit reicheren Mitteln 
arbeiten kann. Will die Hotelindustrie irgendeines europäischen 
Reiselandes innerhalb der heimischen Industrien den ihr gebüh- 
renden Rang einnehmen, dann bedarf sie auch eines nach außen 
hin wirkenden Repräsentanten. Seiner großen Wichtigkeit 
wegen behandele ich diese Frage: intensivere Unterstützung 
der eigenen Fachpresse durch regelmäßige Insertion, in einem 
besonderen Kapitel, mit einem New Yorker Musterbeispiel, 
betitelt „Kollektivreklame durch korporative Vereinsreklame‘“‘. 
Es sei der Beachtung aller Hoteliers und Hoteldirektoren 
dringend empfohlen.
	        
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