Fünftes Kapitel,
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der jeder andern Ware, zum Beispiel eines Pferdes, das er für einen
Tag gemietet, gehört ihm also für den Tag. Dem Käufer der Ware
$°hört der Gebrauch der Ware, und der Besitzer der Arbeitskraft
Abt in der Tat nur den von ihm verkauften Gebrauchswert, indem
ST Seine Arbeit gibt. Von dem Augenblicke, wo er in die Werk-
Sätte des Kapitalisten trat, gehörte der Gebrauchswert seiner
Arbeitskraft, also ihr Gebrauch, die Arbeit, dem Kapitalisten. Der
Kapitalist hat durch den Kauf der Arbeitskraft die Arbeit selbst
als lebendigen Gärungsstoff den toten, ihm gleichfalls gehörigen
3üdungselementen des Produkts einverleibt. Von seinem Stand-
Punkt ist der Arbeitsprozeß nur die Konsumtion der von ihm ge-
Sauften Ware Arbeitskraft, die er jedoch nur konsumieren kann,
Adem er ihr Produktionsmittel zusetzt. Der Arbeitsprozeß ist ein
"tozeß zwischen Dingen, die der Kapitalist gekauft hat, zwischen
hm gehörigen Dingen. Das Produkt dieses Prozesses gehört ihm
laher ganz, ebensosehr wie das Produkt des Gärungsprozesses in
‘einem Weinkeller.?®
Das Produkt — das Eigentum des Kapitalisten — ist ein Ge-
"Tauchswert, Garn, Stiefel usw. Aber obgleich Stiefel zum Beispiel
5Wissermaßen die Basis des gesellschaftlichen Fortschritts bilden
ind Unser Kapitalist ein entschiedener Fortschrittsmann ist, fabri-
nn ST die Stiefel nicht ihrer selbst wegen. Der Gebrauchswert ist
‚es haupt nicht das Ding in der Warenproduktion, das man um
x (er selbst willen liebt. Gebrauchswerte werden hier überhaupt
nn Produziert, weil und sofern sie materielle Unterlage, Träger des
u eSchwertes sind. Und unserm Kapitalisten handelt es sich um
ine lei. Erstens will er einen Gebrauchswert produzieren, der
V X Tauschwert hat, einen zum Verkauf bestimmten Artikel, eine
he Und zweitens will er eine Ware produzieren, deren Wert
ST als die Werisumme der zu ihrer Produktion erheischten
a A
» „Di ind appropriiert [angeeignet], bevor sie in Kapital
wandelt werden yeimd approprüert entzieht sie nicht jener Appropria-
yo (Cherbuliez: „Riche ou Pauvre, ed. Paris 1841“, p. 538, 54.) „lem
Jer Proletarier seine Arbeit gegen ein bestimmtes Quantum Lebensmit ©
u PrOvisionnement) verkauft, verzichtet er vollständig auf jeden DE
in Produkt, Die Appropriation der Produkte bleibt dieselbe wie vorher;
de Ist. in keiner Weise durch das erwähnte Uebereinkommen m
ds Produkt gehört ausschließlich dem Kapitalisten, der die N und
N Lebensmittel geliefert hat. Es ist dies eine strenge Folge des ese zes
% ÄAPpropriation, dessen Grundprinzip das gerade Gegenteil war, nämlich
E Aüsschließliche Eigentumsrecht jedes Arbeiters an seinem Produkte.
R nda, Ss, 58.) „Wenn die Arbeiter für Arbeitslohn arbeiten, ist der
In Malist Eigentümer nicht nur des Kapitals (gemeint sind hier die Pro-
obs üsmittel), sondern auch der Arbeit. Wenn man das, was für Arlsie-
st „.Sezahlt wird, wie dies gebräuchlich, in den Begriff Kapital einsch S ,
N es abgeschmackt, von der Arbeit getrennt vom Kapital zu sprechen. ES
Ja Kapital in diesem Sinne schließt beides ein, Kapital und Arbei N
“mes Mill: „Elements of Political Economy ete. London 1821“. p. 70. 71.