Object: John Pierpont Morgan, der Weltbankier

sondern verzehrte noch ziemlich beträchtliche Summen. 
Für die Vereinigten Staaten kam noch hinzu, daß wäh- 
rend des Krieges die Regierung selbst unter die Trans- 
portunternehmer gegangen und eine Flotte betrieben 
hatte, die sie nach Friedensschluß nicht abgeben 
wollte, die ihr damals aber auch niemand abgekaulft 
hätte, niemand überhaupt hätte abkaufen können. Sie 
hatte sich dadurch die Feindschaft sämtlicher Unter- 
nehmer des Landes, die gegen den staatlichen Betrieb 
von öffentlichen Unternehmungen waren, zugezogen 
— eine Feindschaft, die sich vielleicht auch in dem 
Vergeben der Transportleistungen geäußert haben 
mag, ohne daß man von einem direkten Boykott 
sprechen kann. Jedenfalls war der Prozentsatz des bei 
der Regierungsflotte unbeschäftigten Schiffsraumes 
immer größer als bei den Privatreedereien. Für die 
Staatsflotte der Union betrug zum Beispiel im Sep- 
tember 1926, also zu einer Zeit, als der Tiefstand der 
Depression schon seit einiger Zeit überwunden war, 
der Prozentsatz des nicht in Fahrt befindlichen Schiffs- 
raums mehr als 65%, 
Die Ursachen, daß die Schiffahrt noch so lange 
nach Beendigung der eigentlichen Wirtschaftskrise 
unter schlechtem Geschäftsgang zu leiden hatte, liegen 
auf der Hand. Philipp A. S. Franklin, der Präsident 
des Schiffahrtstrusts, schrieb sie im August 1927 vor 
allem den amerikanischen Einwanderungsgesetzen und 
der Abnahme der Ozeanfrachten zu. Die erstgenannte 
Ursache, die natürlich nur für die Schiffahrt nach 
Amerika gilt, dürfte wohl mit Recht angeführt worden 
sein. Wenn auch die Auswanderer vor dem Krieg 
meist als Zwischendeckpassagiere fuhren und so den 
Schiffahrtsgesellschaften nicht übermäßig viel ein- 
brachten, waren sie doch eine Grundlage, mit der man 
sicher rechnen konnte. Durch das amerikanische Ein- 
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