Full text: Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

Viertes Kapitel. 
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Segen mehr Geld austauscht, eine der Natur des Geldes wider- 
Prechende und daher vom Standpunkt des Warenaustausches un- 
klärliche Form. Daher Aristoteles: „Da die Chrematistik eine 
Joppelte ist, die eine zum Handel, die andere zur Oekonomik ge- 
Vrig, die letztere notwendig und lobenswert, die erstere auf ‚die 
“tkulation gegründet und mit Recht getadelt (denn sie beruht nicht 
2 der Natur, sondern auf wechselseitiger Prellerei), so ist der 
Wucher mit vollstem Recht verhaßt, weil das Geld selbst hier die 
Juelle des Erwerbs und nicht dazu gebraucht wird, wozu es er- 
funden ward. Denn für den Warenaustausch entstand es, der Zins 
Aber macht aus Geld mehr Geld. Daher auch sein Name (z6xoc Zins 
and Geborenes). Denn die Geborenen sind den Erzeugern ähnlich. 
Der Zins aber ist Geld von Geld, so daß von allen Erwerbszweigen 
lieser der naturwidrigste.‘“3% | 
‚Wie das Handelskapital werden wir das zinstragende Kapital 
© Verlauf unserer Untersuchung als abgeleitete Formen vorfinden 
A d Zugleich sehen, warum sie historisch vor der modernen Grund- 
7m des Kapitals erscheinen. . 
‚Es hat sich gezeigt, daß der Mehrwert nicht aus der Zirkula- 
tion ©hispringen kann, bei seiner Bildung also etwas hinter ihrem 
Rücken vorgehen muß, das in ihr selbst unsichtbar ist.®® Kann 
Aber der Mehrwert anderswoher entspringen als aus der Zirkulation? 
Die Zirkulation ist die Summe aller [durch ihre Waren bestimmten] 
Vechselbeziehungen der Warenbesitzer. Außerhalb derselben steht 
der Warenbesitzer nur noch in Beziehung zu seiner eigenen Ware. 
Was ihren Wert angeht, beschränkt sich das Verhältnis darauf, daß 
ne ein Nach bestimmten gesellschaftlichen Gesetzen gemessenes 
Quantum seiner eigenen Arbeit enthält. Dieses Quantum Arbeit 
drückt Sich aus in der Wertgröße seiner Ware und da sich Wert- 
0ße in Rechengeld darstelit, in einem Preise von zum Beispiel 
(0 Pfad, Sterl. Aber seine Arbeit stellt sich nicht dar im Werte der 
Ware und einem Ueberschuß über ihrem eigenen Wert, nicht in 
weom Preise von 10, der zugleich ein Preis von 11, nicht in einem 
gen der größer als er selbst ist. Der Warenbesitzer kann durch 
rn Arbeit Werte bilden, aber keine sich verwertenden Werte. 
W kann den Wert einer Ware erhöhen, indem er vorhandenem 
St Neuen Wert durch neue Arbeit zusetzt, zum Beispiel aus Leder 
Ri fel macht. Derselbe Stoff hat jetzt mehr Wert, weil er ein 
als „t®S Arbeitsquantum enthält. Der Stiefel hat daher mehr Wert 
% (as Leder, aber der Wert des Leders ist geblieben, was er war, 
Bi hat sich Nicht verwertet, nicht während der Stiefelfabrikation 
Zen Mehrwert angesetzt. Es ist also unmöglich, daß der Waren- 
ze “Yistoteles: „De Republica' , lib. I, ce. 10. . 
Austau »Bei dem gewöhnlichen Stand des Marktes kann Profit nicht durch 
8 k5 Sch erzielt werden. Hätte er nicht vor diesem Vorgang bestanden, 
Disteptt® SF auch nachher nicht bestehen, (Ramsay: „An Essay on the 
Übution of Wealth. Edinburgh 1836“, p. 184.) 
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