Viertes Kapitel.
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Segen mehr Geld austauscht, eine der Natur des Geldes wider-
Prechende und daher vom Standpunkt des Warenaustausches un-
klärliche Form. Daher Aristoteles: „Da die Chrematistik eine
Joppelte ist, die eine zum Handel, die andere zur Oekonomik ge-
Vrig, die letztere notwendig und lobenswert, die erstere auf ‚die
“tkulation gegründet und mit Recht getadelt (denn sie beruht nicht
2 der Natur, sondern auf wechselseitiger Prellerei), so ist der
Wucher mit vollstem Recht verhaßt, weil das Geld selbst hier die
Juelle des Erwerbs und nicht dazu gebraucht wird, wozu es er-
funden ward. Denn für den Warenaustausch entstand es, der Zins
Aber macht aus Geld mehr Geld. Daher auch sein Name (z6xoc Zins
and Geborenes). Denn die Geborenen sind den Erzeugern ähnlich.
Der Zins aber ist Geld von Geld, so daß von allen Erwerbszweigen
lieser der naturwidrigste.‘“3% |
‚Wie das Handelskapital werden wir das zinstragende Kapital
© Verlauf unserer Untersuchung als abgeleitete Formen vorfinden
A d Zugleich sehen, warum sie historisch vor der modernen Grund-
7m des Kapitals erscheinen. .
‚Es hat sich gezeigt, daß der Mehrwert nicht aus der Zirkula-
tion ©hispringen kann, bei seiner Bildung also etwas hinter ihrem
Rücken vorgehen muß, das in ihr selbst unsichtbar ist.®® Kann
Aber der Mehrwert anderswoher entspringen als aus der Zirkulation?
Die Zirkulation ist die Summe aller [durch ihre Waren bestimmten]
Vechselbeziehungen der Warenbesitzer. Außerhalb derselben steht
der Warenbesitzer nur noch in Beziehung zu seiner eigenen Ware.
Was ihren Wert angeht, beschränkt sich das Verhältnis darauf, daß
ne ein Nach bestimmten gesellschaftlichen Gesetzen gemessenes
Quantum seiner eigenen Arbeit enthält. Dieses Quantum Arbeit
drückt Sich aus in der Wertgröße seiner Ware und da sich Wert-
0ße in Rechengeld darstelit, in einem Preise von zum Beispiel
(0 Pfad, Sterl. Aber seine Arbeit stellt sich nicht dar im Werte der
Ware und einem Ueberschuß über ihrem eigenen Wert, nicht in
weom Preise von 10, der zugleich ein Preis von 11, nicht in einem
gen der größer als er selbst ist. Der Warenbesitzer kann durch
rn Arbeit Werte bilden, aber keine sich verwertenden Werte.
W kann den Wert einer Ware erhöhen, indem er vorhandenem
St Neuen Wert durch neue Arbeit zusetzt, zum Beispiel aus Leder
Ri fel macht. Derselbe Stoff hat jetzt mehr Wert, weil er ein
als „t®S Arbeitsquantum enthält. Der Stiefel hat daher mehr Wert
% (as Leder, aber der Wert des Leders ist geblieben, was er war,
Bi hat sich Nicht verwertet, nicht während der Stiefelfabrikation
Zen Mehrwert angesetzt. Es ist also unmöglich, daß der Waren-
ze “Yistoteles: „De Republica' , lib. I, ce. 10. .
Austau »Bei dem gewöhnlichen Stand des Marktes kann Profit nicht durch
8 k5 Sch erzielt werden. Hätte er nicht vor diesem Vorgang bestanden,
Disteptt® SF auch nachher nicht bestehen, (Ramsay: „An Essay on the
Übution of Wealth. Edinburgh 1836“, p. 184.)
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