Vierter Abschnitt
der Entfernung der Flaschen aus den Trockenöfen, ihrer Sortierung
Verpackung usw. Zwischen beiden Phasen steht in der Mitte die
sigentliche Glasmacherei oder Verarbeitung der flüssigen Glasmass®
An demselben Munde eines Glasofens arbeitet eine Gruppe, die 9
England das „hole“ (Loch) heißt und 1. aus einem Bottle make!
[Flaschenmacher] oder Finisher [Zurichter], 2. einem Blowe!
[Bläser], 3. einem Gatherer [Sammler], 4. einem Putter up [Auf-
häufer] oder Whetter off [Abschleifer] und 5. einem Taker in [Eit
nehmer] zusammengesetzt ist. Diese fünf Teilarbeiter bilde?
ebenso viele Sonderorgane eines einzigen Arbeitskörpers, de
our als Einheit, also nur durch unmittelbare Kooperation de
Fünf wirken kann. Fehlt ein Glied des fünfteiligen Körpel®
so ist er gelähmt. Derselbe Glasofen hat aber verschieden®
Oeffinungen, in England zum Beispiel 4 bis 6, deren jede eine®
irdenen Schmelztiegel mit flüssigem Glas birgt, und wovon jed®
eine eigene Arbeitergruppe von derselben fünfgliedrigen Forß®
beschäftigt. Die Gliederung jeder einzelnen Gruppe beruht hie
unmittelbar auf der Teilung der Arbeit, während das Band zwische?
den verschiedenen gleichartigen Gruppen einfache Kooperation ish
die eins der Produktionsmittel, hier den Glasofen, durch gemell”
samen Konsum ökonomischer verbraucht. Ein solcher Glasofen mit
seinen 4 bis 6 Gruppen bildet eine Glashütte, und eine Glasman
faktur umfaßt eine Mehrzahl solcher Hütten, zugleich mit den Vo"
richtungen und Arbeitern für die einleitenden und abschließende?
Produktionsphasen. ,
Endlich kann die Manufaktur, wie sie teilweise aus der Komb}
nation verschiedener Handwerke entspringt, sich zu einer Komb
nation verschiedener Manufakturen entwickeln. Die größere?
englischen Glashütten zum Beispiel fabrizieren ihre irdenen Schmel“
tiegel selbst, weil von deren Güte das Gelingen oder Mißlingen des
Produkts wesentlich abhängt. Die Manufaktur eines Produktion“
mittels wird hier mit der Manufaktur des Produkts verbunden. UM
gekehrt kann die Manufaktur des Produkts verbunden werden mit
Manufakturen, worin es selbst wieder als Rohmaterial dient, ode
mit deren Produkten es später zusammengesetzt wird. So finde!
man zum Beispiel die Manufaktur von Flintglas kombiniert mit de
Glasschleiferei und der Gelbgießerei, letztere für die metallisch®
Einfassung mannigfacher Glasartikel. Die verschiedenen kombinier
ten Manufakturen bilden dann mehr oder minder räumlich getrennt®
Abteilungen einer Gesamtmanufaktur, zugleich voneinander U”
abhängige Produktionsprozesse, jeder mit eigener Teilung der Ar
beit. Trotz mancher Vorteile, welche die kombinierte Manufakt”
bietet, gewinnt sie, auf eigener Grundlage, keine wirklich technisch®
Einheit. Diese entsteht erst bei ihrer Verwandlung in den maschine?
mäßigen Betrieb.
Die Manufakturperiode, welche Verminderung der zur Ware?‘
produktion notwendigen Arbeitszeit bald als bewußtes Prinz?
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