Zwölftes Kapitel.
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Wsspricht,* entwickelt sporadisch auch den Gebrauch von Maschinen,
lamentlich für gewisse einfache erste Prozesse, die massenhaft und
lt großem Kraftaufwand auszuführen sind. So wird zum Beispiel
’ald in der Papiermanufaktur das Zermalmen der Lumpen durch
‚äpiermühlen und in der Verhüttung von Metallen das Zerstoßen
der Erze durch sogenannte Pochmühlen verrichtet.*? Die ursprüng-
\hste Form aller Maschinerie hatte das römische Kaiserreich über-
Yefert in der Wassermühle.** Die Handwerksperiode vermachte
lie großen Erfindungen des Kompasses, des Pulvers, der Buch-
druckerei und der automatischen [durch ein Getriebe bewegten] Uhr.
Im großen und ganzen jedoch spielt die Maschinerie jene Neben-
Olle, die Adam Smith ihr neben der Teilung der Arbeit anweist.**
Schr Wichtig wurde die sporadische Anwendung der Maschinerie im
7, Jahrhundert, weil sie den großen Mathematikern jener Zeit prak-
lsche Anhaltspunkte und Reizmittel zur Schöpfung der modernen
Mechanik darbot.
Die besondere Maschinerie der Manufakturperiode bleibt der
zus vielen Teilarbeitern kombinierte Gesamtarbeiter selbst.
Die Verschiedenen Operationen, die der Produzent einer Ware ab-
Vechselnd verrichtet und die sich im Ganzen seines Arbeitsprozesses
"Srschlingen, nehmen ihn verschiedenartig in Anspruch. In der
Anen muß er mehr Kraft entwickeln, in der andern mehr Gewandt-
eit, in der dritten mehr geistige Aufmerksamkeit usw., und das-
be Individuum besitzt diese Eigenschaften nicht in gleichem Grad.
Nach der Trennung, Verselbständigung und Isolierung der ver-
“hiedenen Operationen werden die Arbeiter ihren vorwiegenden
An ‘1 Man kann dies unter andern ersehen aus W. Petty, John Bellers,
arew Yarranton, „The Advantages of the East-India Trade“ und J. Vander-
Mz..‘° Noch gegen Ende des 16. Jahrhunderts bedient sich Frankreich der
Ötser und Siebe zum Pochen und Waschen der Erze.
fol % Die ganze Entwicklungsgeschichte der Maschinerie läßt sich ver-
en an der Geschichte der Getreidemühlen. Die Fabrik heißt im Eng-
ion immer noch Mill [Mühle]. In deutschen technologischen Schriften
Ar den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts findet man noch den Aus-
ne Mühle nicht nur für alle mit Naturkräften getriebene Maschinerie,
ven selbst für alle Manufakturen, die maschinenartige Apparate an-
N.
A +4 Wie man aus dem vierten Buch dieser Schrift näher sehen wird, hat
NW. Smith keinen einzigen neuen Satz über die Teilung der Arbeit aufgestellt.
Yo ihn aber als den zusammenfassenden politischen Oekonomen der Manu-
AL arPeriode charakterisiert, ist der Nachdruck, den er auf die Teilung der
m eit legt. Die.untergeordnete Rolle, die er der Maschinerie anweist, rief
& Beginn der großen Industrie Lauderdales, in einer weiter entwickelten
‚woche Ures Polemik hervor. A. Smith verwechselt auch die Differenzierung
o Instrumente, wobei die Teilarbeiter der Manufaktur selbst sehr tätig
jr, mit der ‚Maschinenerfindung. Es sind nicht Manufakturarbeiter, son-
Oz Gelehrte, Handwerker, selbst Bauern (Brindley) usw., die bei der
T*ündung der Maschine eine Rolle spielen.