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Vierter Abschnitt
der achtziger Jahre des 18. Jahrhunderts fortexistierte,** rief kein“
industrielle Revolution hervor. Es war vielmehr umgekehrt die
Schöpfung der Werkzeugmaschinen, welche die revolutionierte Dampf
maschine. notwendig machte. Sobald der Mensch, statt mit dem
Werkzeug auf den Arbeitsgegenstand, nur noch als Triebkraft auf
eine Werkzeugmaschine wirkt, wird die Verkleidung der Triebkralt
in menschliche Muskel zufällig, und kann Wind, Wasser, Dampf us"
an die Stelle treten. Dies schließt natürlich nicht aus, daß solche!
Wechsel oft große technische Aenderungen des ursprünglich fr
menschliche Triebkraft allein konstruierten Mechanismus bedingt
Heutzutage werden alle Maschinen, die sich erst Bahn brech®
müssen, wie Nähmaschinen, Brotbereitungsmaschinen usw., wem
sie den kleinen Maßstab nicht von vornherein durch ihre Bestim“
mung ausschließen, für menschliche und rein mechanische Triebkraf
zugleich konstruiert.
Die Maschine, wovon die industrielle Revolution ausgeht, ersetz!
den Arbeiter, der ein einzelnes Werkzeug handhabt, durch ein®
Mechanismus, der mit einer Masse derselben oder gleichartig?
Werkzeuge auf einmal operiert und von einer einzigen Triebkrafb
welches immer ihre Form, bewegt wird.® Hier haben wir d®
Maschine, aber erst als einfaches Element der maschinenmäßige®
Produktion.
Die Erweiterung des Umfangs der Arbeitsmaschine und d®
Zahl ihrer gleichzeitig operierenden Werkzeuge bedingt eine®
massenhafteren Bewegungsmechanismus, und dieser Mechanism“®
zur Ueberwältigung seines eigenen Widerstandes eine mächtiger®
Triebkraft als die menschliche, abgesehen davon, daß der Mens®®
ein sehr unvollkommenes Produktionsmittel gleichförmiger We $
ununterbrochener Bewegung ist. Vorausgesetzt, daß er nur noch % 8
einfache Triebkraft wirkt, also an die Stelle seines Werkzeugs
Werkzeugmaschine getreten ist, können Naturkräfte ihn jetzt au
als Triebkraft ersetzen. Von allen aus der Manufakturperiode über”
lieferten großen Bewegungskräften war die Pferdekraft die schledl”
teste, teils weil ein Pferd seinen eigenen Kopf hat, teils wegen sein
Kostspieligkeit und des beschränkten Umfangs, worin es in F. abrik®
allein anwendbar ist.® Dennoch wurde das Pferd häufig währe?
0
% Sie wurde zwar schon sehr verbessert durch Watts erste, gogenanpt
einfach wirkende Dampfmaschine, blieb aber in dieser Form bloße H®
maschine für Wasser und Salzsole. ineß
% „Die Vereinigung aller dieser einfachen Instrumente, durch PB 0
einzigen Motor in Bewegung gesetzt, bildet eine Maschine.“ (Babbage‘ "
Ihe Economy of Machinery, London 1832.“ ineD
% John C. Morton verlas Januar 1861 in der Society of Arts Gar
Aufsatz über „Die in der Agrikultur angewandten Kräfte“. Es heißt den
unter anderm: „Jede Verbesserung, welche die Gleichförmigkeit des Berzaft
fördert, macht die Dampfmaschine zur Erzeugung rein mechanischer und
anwendbarer. ... Pferdekraft wird erheischt, wo krumme Hecken