teizehntes Kapitel.
308
ce) Intensifikation der Arbeit.
Die maßlose Verlängerung des Arbeitstages, welche die Ma-*hinerie
in der Hand des Kapitals produziert, führt, wie wir sahen,
Päter eine Reaktion der in ihrer Lebenswurzel bedrohten Gesellhaft
herbei und damit einen gesetzlich beschränkten Normal-Wbeitstag,
Auf Grundlage des letzteren entwickelt sich eine Erheinung,
die uns schon früher begegnete, zu entscheidender Wich-(keit
— nämlich die Intensifikation der Arbeit. Bei der Analyse
les absoluten Mehrwertes handelte es sich zunächst um die exten-Äve
Größe [das heißt die Ausdehnung] der Arbeit, während der
°Tad ihrer Intensität [ihrer Kraftanspannung] als gegeben voraus-Setzt
war. Wir haben jetzt den Umschlag der extensiven Größe
U intensive oder Gradgröße zu betrachten.
£s ist selbstverständlich, daß mit dem Fortschritt des Maschinen-Vesens
und der gehäuften Erfahrung einer eigenen Klasse von
Vaschinenarbeitern die Geschwindigkeit und damit die Intensität
ler Arbeit naturwüchsig zunehmen. So geht in England während
“Mes halben Jahrhunderts die Verlängerung des Arbeitstages Hand
X Hand mit der wachsenden Intensität der Fabrikarbeit. Indes be-Steitt
man, daß bei einer Arbeit, wo es sich nicht um vorübergehende
Anfälle fieberhafter Tätigkeit handelt, sondern um tagaus, tagein
Mederholte, regelmäßige Gleichförmigkeit, ein Knotenpunkt ein-‚len
muß, wo Ausdehnung des Arbeitstages und Intensität der
A Tbeit einander ausschließen, so daß die Verlängerung des Arbeits-"es
nur mit schwächerem Intensitätsgrad der Arbeit und um-Sekehrt
ein erhöhter Intensitätsgrad nur mit Verkürzung des Arbeits-A868
verträglich bleibt. Sobald die allmählich anschwellende Emrung
der Arbeiterklasse den Staat zwang, die Arbeitszeit gewaltvn
zu verkürzen und zunächst der eigentlichen Fabrik einen
“Malarbeitstag zu diktieren, von diesem Augenblick also, wo
(Steigerte Produktion von Mehrwert durch Verlängerung des Ar-„uStages
ein für allemal abgeschnitten war, warf sich das Kapital
% aller Macht und vollem Bewußtsein auf die Produktion von
; ativem Mehrwert durch beschleunigte Entwicklung des Maschinenitems,
Gleichzeitig tritt eine Aenderung in dem „Charakter des
u aliven Mehrwertes ein. Im allgemeinen besteht die Produktionsqede
des relativen Mehrwertes darin, durch gesteigerte Produkx
Tait der Arbeit den Arbeiter zu befähigen, mit derselben Arbeitsee
Abe in derselben Zeit mehr zu produzieren. Dieselbe Arbeitsie
Setzt nach wie vor dem Gesamtprodukt denselben Wert zu,
Sleich dieser unveränderte Tauschwert sich jetzt in mehr Ge-1500
ösi Ausgabe macht Marx hier die Bemerkung:
Unter dem at Talenstfkation er Arbeit verstehe ich die Verfahren,
‘° eine erhöhte Anspannung der Arbeitskraft bewirken.“ K.
Das Kapital 7