Full text: Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

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Vierter Abschnitt 
Fabrikanten sein, sie. mit dem äußersten Geschwindigkeitsgrad ZU 
treiben, der mit folgenden Bedingungen vereinbar ist: Bewahrung 
der Maschinerie vor zu raschem Verderb, Erhaltung der Qualität de® 
[abrizierten Artikels und Fähigkeit des Arbeiters, der Bewegung 2 
folgen ohne größere Anstrengung, als er ständig leisten kann. E® 
ereignet sich oft, daß der Fabrikant in seiner Hast die Bewegulf 
zu sehr beschleunigt. Brüche und schlechtes Machwerk wiegen dan 
die Geschwindigkeit mehr als auf, und er ist gezwungen, den Ga 
der Maschinerie zu mäßigen. Da ein emsiger und einsichtsvolle” 
Fabrikant das erreichbare Maximum herausfindet, schloß ich, daß ® 
unmöglich ist, in 11 Stunden so viel zu produzieren wie in 12. Ich 
nahm außerdem an, daß der pro Stücklohn bezahlte Arbeite! 
sich aufs äußerste anstrengt, soweit er denselben Arbeitsgrad 
ständig aushalten kann.“ Horner schloß daher, trotz der EF* 
perimente von Gardner usw., daß eine weitere Herabsetzung d® 
Arbeitstages unter 12 Stunden die Quantität des Produkts verminder? 
müsse.!* Er selbst zitiert 10 Jahre später sein Bedenken von 18 
zum Beweise, wie wenig er damals noch die Elastizität der Masch' 
nerie und der menschlichen Arbeitskraft begriff, die beide gleich 
mäßig durch die zwangsweise Verkürzung des Arbeitstages aufß 
höchste gespannt werden. 
Kommen wir nun zur Periode nach 1847, seit Einführung deß 
Zehnstundengesetzes in die englischen Baumwoll-, Woll-, Seidel 
und Flachsfabriken. 
„Die Geschwindigkeit der Spindeln ist auf Throstles um 5% 
auf Mules um 1000 Drehungen in einer Minute gewachsen, das heiß 
die Geschwindigkeit der Throstlespindel, die 1839 4500 Drehung® 
in einer Minute zählte, beträgt nun (1862) 5000, und die der Mule 
spindel, die 5000 zählte, beträgt jetzt 6000 in der Minute; die 0° 
schwindigkeit ist im ersten Falle um *!/,, und im zweiten um */, v® 
mehrt.“168 James Nasmyth, der berühmte Zivilingenieur von Palrl 
ecroft bei Manchester, setzte 1852 in einem Briefe an Leonhar 
Horner die von 1848 bis 1852 gemachten Verbesserungen in der 
Dampfmaschine auseinander. Nachdem er bemerkt, daß die Dampf 
pferdekraft, in der offiziellen Fabrikstatistik fortwährend geschäl 
nach ihrer Wirkung im Jahre 1828,1! nur noch nominell ist und nu 
166 „Reports of Insp. of Fact. for quarter ending 30th September 18% 
and from 1st October 1844 to 30th April 1845“, pP. 20. 
‘67 Ebenda, S. 22. 
'68 „Reports of Iusp. of Fact. for 31st October 1862“, p. 62. 9 
16* Dies hat sich geändert mit dem „Parliamentary Return“ von 18 eß 
Hier tritt die wirkliche Dampfpferdekraft der modernen Dampimasch'Vy 
und Wasserräder an die Stelle der nominellen [siehe Note 109a, S. 333- nt 
Auch sind die Dublierspindeln nicht mehr zusammengeworfen mit den eig?
	        
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