Full text: Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

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Dreizehntes Kapitel. 
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"mM 6. und selbst vom 4. Jahr an verwandt. Sie arbeiten 
dieselbe Stundenzahl, oft mehr als die Erwachsenen. Die Arbeit ist 
dar, und die Sommerhitze steigert noch die Erschöpfung. In einer 
Ziegelei zu Mosley zum Beispiel machte ein vierundzwanzigjähriges 
Mädchen 2000 Ziegel täglich, unterstützt von 2 unerwachsenen Mäd- 
‘hen als Gehilfen, welche den Lehm trugen und die Ziegelsteine 
lhäuften. Diese Mädchen schleppten täglich 10 Tonnen die 
“hlüpfrigen Seiten der Ziegelgrube von einer Tiefe von 30 Fuß 
herauf und über eine Entfernung von 210 Fuß. „Es ist unmöglich 
für ein Kind, durch das Fegefeuer einer Ziegelei zu passieren ohne 
Broße moralische Degradation. . .. Die nichtswürdige Sprache, die 
48 vom zartesten Alter an zu hören bekommen, die unflätigen, un- 
ständigen und schamlosen Gewohnheiten, unter denen :sie un- 
Plesend und verwildert aufwachsen, machen sie für die spätere 
Lebenszeit gesetzlos, verworfen, liederlich. ... Eine furchtbare 
uelle der Demoralisation ist die Art zu wohnen. Jeder Moulder 
(Former — der eigentlich geschickte Arbeiter und Chef einer Arbeiter- 
Suppe) liefert seiner Bande von 7 Personen Logis und Tisch in 
Seiner Hütte oder Cottage. Ob zu seiner Familie gehörig oder nicht, 
"änner, Jungen, Mädchen schlafen in der Hütte. Diese besteht 
Sewöhnlich aus 2, nur ausnahmsweise aus 3 Zimmern, alle auf dem 
Ürdgeschoß, mit wenig Ventilation. Die Körper sind so erschöpft 
durch die harte Arbeit während des Tages, daß weder Gesundheits- 
(8eln, Reinlichkeit noch Anstand irgendwie beobachtet werden. 
Viele dieser Hütten sind wahre Muster von Unordnung, Schmutz und 
Staub, ... Das größte Uebel des Systems, welches junge Mädchen 
u dieser Arbeit verwendet, besteht darin, daß es sie in der Regel 
1m Kindheit an für ihr ganzes späteres Leben an das verworfenste 
Öesindel festkettet. Sie werden rohe, bösmäulige Buben („rough, 
ul-mouthed boys“), bevor die Natur sie gelehrt hat, daß sie Weiber 
Mnd. Gekleidet in wenige schmutzige Lumpen, die Beine weit über 
las Knie entblößt, Haar und Gesicht mit Dreck beschmiert, lernen 
Ne alle Gefühle der Sittsamkeit und der Scham mit Verachtung be- 
“andeln. Während der Essenszeit liegen sie auf den Feldern aus- 
Sestreckt oder gucken den Jungen zu, die in einem benachbarten 
Kanal baden. Ist ihr schweres Tagewerk endlich vollbracht, so 
Achen sie bessere Kleider an und begleiten die Männer in Bier- 
eipen.“ Daß die größte Versoffenheit von Kindesbeinen an in 
dieser ganzen Klasse herrscht, ist nur naturgemäß. „Das Schlimmste 
iS, daß die Ziegelmacher an sich selbst verzweifeln. Sie könnten, 
Sagte einer der Besseren zum Kaplan von Southallfield, ebensowohl 
"Srsuchen, den Teufel zu erheben und zu bessern als einen Ziegler, 
Nein Herr!“ („You might as well try to raise and improve the devil 
Wa brickie, Sir!“)2* 
nn 
& an * „Children’s Employment Commission. 5th Report 1866“, p. XVI, 
. 9, 97, p. 130, n. 39, 61. Vgl. auch ebenda, 3rd Report 1864, p. 48, 56.
	        
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