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Vierter Abschn!
Obgleich diese Regellosigkeit in Verausgabung der Arbeitskraft €
naturwüchsige rohe Reaktion gegen die Langeweile monotoner
beitsplackerei ist, entspringt sie jedoch in ungleich höherem Grö®
aus der Anarchie der Produktion selbst, die ihrerseits wieder
gezügelte Ausbeutung der Arbeitskraft durch das Kapital von
setzt. Neben die allgemeinen periodischen Wechselfälle des in ev
striellen Zyklus und die besonderen Marktschwankungen in jed®
Produktionszweig treten namentlich die sogenannte Saison, ber
sie nım auf Periodizität der Schiffahrt günstiger Jahreszeiten 9 w
auf der Mode, und die Plötzlichkeit großer und in kürzester PO
auszuführender Aufträge. Die Gewohnheit der letzteren dehnt 5%
mit Eisenbahnen und Telegraphie aus. „Die Ausdehnung des Eis
bahnsystems“, sagt zum Beispiel ein Londoner Fabrikant, „0
das ganze Land hat die Gewohnheit kurzer Aufträge sehr geförd®”
Käufer kommen jetzt von Glasgow, Manchester und Edinburg %
gefähr einmal in 14 Tagen zu den großen Citywarenhäusern, de? A
wir die Waren liefern. Sie geben Aufträge, die unmittel?”
ausgeführt werden müssen, statt vom Lager zu kaufen, wie es gl
wohnheit war. In früheren Jahren waren wir stets fähig, währ® w
der schlaffen Zeit für die Nachfrage der nächsten Saison vor
zuarbeiten, aber jetzt kann niemand vorhersagen, was dann in Nat
frage sein wird.“ 2% u
In den noch nicht dem Fabrikgesetz unterworfenen F abrife
und Manufakturen herrscht periodisch die furchtbarste Ueberar?
während der sogenannten Saison, stoßweise infolge plötzlicher er
träge. Im auswärtigen Gebiet der Fabrik, der Manufaktur und w
Warenmagazins, in der Sphäre der Hausarbeit, ohnehin dur0he
unregelmäßig, für ihr Rohmaterial und ihre Aufträge ganz abhäP?
von den Launen des Kapitalisten, den hier keine Rücksicht 58
Verwertung von Baulichkeiten, Maschinen usw. bindet und der Ye
nichts riskiert als die Haut der Arbeiter selbst, wird so systemat® «
eine stets verfügbare industrielle Reservearmee großgezüchteb 6
lichtet während eines Teiles, des Jahres durch unmenschlich®,
Arbeitszwang, während des andern Teiles verlumpt durch Arb® g'
mangel. „Die Anwender“, sagt die „Children’s Employment Us
mission“, „beuten die gewohnheitsmäßige Unregelmäßigkeit 4%
Hausarbeit aus, um sie in Zeiten, wo Extrawerk nötig, bis 11 all
2 Uhr nachts, in der Tat, wie die stehende Phrase lautet. auf »
4 her
gefördert durch die Möglichkeit und Gewohnheit, dies durch Ueberzeit T
einzubringen.“ (Ebenda, S. XVIIL) „Ein ungeheurer Zeitverlust in Bir ic
ham ... indem sie einen Teil der Zeit müßig gehen und den Rest übe
abplacken wie die Galeerensklaven.“ (Ebenda, 8, XI.) xl
284 „Children’s Employment Commission. A4th Report“, p- X de
XXXIIL „Die Ausdehnung des Eisenbahnsystems soll diese Gewohnb® u
Erteilung kurzfristiger Aufträge sehr gefördert haben, sowie die sich zzel
ergebende Ueberhastung, Vernachlässigung der Essenszeiten und Ueb®
arbeit.“ (Ebenda, S. XXX.)