Contents: Die Frau und die Arbeit

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sind mindestens ebenso weit von den Idealen Tausender, 
heute ähnliche Stellungen einnehmender Männer entfernt, 
als es die Ideale unserer Ururgroßmütter von denen der 
modernsten „neuen Frau“. 
Das, was sich vor allem auf drängt, als Resultat gründ 
lichen persönlichen Studiums jener Teile der modernen 
europäischen Gesellschaft, in denen die Umwandlung und 
Anpassung am raschesten fortschreitet, ist, daß nicht bloß 
gleich große Gruppen von Männern und Frauen ihre 
sexuellen und sozialen Ideale und ihre Lebensweise rapid 
abändern, sondern daß diese Veränderung ausgesprochen 
komplementär ist. 
Wenn das Ideal der modernen Frau immer unvereinbarer 
wird mit der passiven Abhängigkeit von der Entlohnung 
ihrer sexuellen Qualitäten durch den Mann, wenn in der Ehe 
für sie immer mehr die Gemeinschaft gleicher Gefährten 
an die Stelle des Verhältnisses zwischen Eigentümer und 
Eigentum, Erhalter und Erhaltener tritt, so weicht das 
Ideal des typischen modernen Mannes ganz ebenso stark 
von dem seiner Vorväter dahin ab, in der Frau eine tätige 
Gefährtin und Mitarbeiterin statt einer passiven Unter 
gebenen zu suchen. Wenn die Vorstellung der modernen 
Frau in bezug auf Elternschaft sich von der alten Vorstel 
lung durch das stärkere Bewußtsein des Ernstes und der 
Verpflichtung unterscheidet, die auf jedem ruht, der für die 
Hervorbringung eines Geschöpfes verantwortlich ist, und 
dadurch ihre Auffassung der Fortpflanzung sehr von der 
sorglosen, gedankenlosen Mutterschaft der Frau der Ver 
gangenheit abweicht, so wird der typische moderne Mann 
mindestens in demselben Grade die soziale und moralische 
Verpflichtung fühlen, die die Zeugung eines Menschen 
lebens mit sich bringt. Wenn das Ideal, das sich die neue 
Frau von ihrem männlichen Gefährten bildet, den rohen, 
saufenden, fluchenden, ausschweifenden, wenn auch reic^ 
begüterten Gatten der Vergangenheit ausschließt, so w
	        
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