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2. Kap. Der Unternehmergewinn.
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Zweites Kapitel.
Der Unternehmergewinn.
ļļ^ ^ei bcr Berechnung und Beurtheilung des Gesamtbetrages des von einem
in ^ņohmer gemachten Jahresgewinnes muß man sich darüber vergewissern,
steck e ^ em Verhältniß dieser Betrag zu den in dem betreffenden Unternehmen
HStt"'^ slU f dessen Betrieb verwendeten Sachgütern steht. Dieses Ver-
î'st.^ird in Procenten ausgedrückt. Es kann jemand einen verhältniß-
,iņ ş şehr hohen Gewinn, z. B. von 20 oder 30 %, machen und doch nur
bezo fíeine§ Ewkommen aus dem betreffenden Unternehmen ziehen. So
5g Q, äu Adam Smiths Zeiten ein kleiner Gewürzkrämer ungefähr 40 bis
/o von seinem kleinen Geschäftskapital. Sonst hätte er nicht leben und
maiiT" mit ben 3Ur ^oŗtsetzung des Geschäftes nöthigen Kenntnissen ans
ahen a» Bof)n ^ranziehen können. Aber trotz dieses verhältnißmäßig so
tingp. Şşchäftsertrages war das Einkommen eines solchen Krämers ein ge-
<i n ' ^ñegen ist heutzutage der Unternehmergewinn eines Walzwerkbesitzers
IW I“', ein geringer, aber nichtsdestoweniger infolge des großen
big 3? eme§ solchen Etablissements sehr groß. Man kann also sagen, daß
hibae ' Ģàd'gung für die Leitung in dein einen Fall einen großen, im andern
begņs^ņ "ur einen geringen Theil des Ertrags des betreffenden Unternehmens
Hef,^ ^ Clner muß man von dem allgemeinen Gewinn, welchen ein Unter-
kiņzp^ m Geschäfte zieht, denjenigen unterscheiden, den er bei jeder
Nt?! àonsaction macht. Natürlich kann der bei einer jeden solchen ge-
Nlüss in dem Maße geringer sein, als die einzelnen Geschäfts-
Nehy, läufiger sind. Tie Häufigkeit der bei dem Betriebe eines Unter-
^iņkoii, lleniachten kleinern Gewinne verhilft ebenso zu einem genügenden
C * ne stringere Anzahl größerer. Einer der bedeutendsten
ş°lgkn? Schriftsteller unserer Zeit hat diese Wahrheit durch die
Teschloff " Beispiele erläutert 1 : ,Großhändler, welche bei den von ihnen ab-
l>nd ^ ^ì'ansactionen Güter in großen Mengen einkaufen und verkaufen
Nen? ^şchâşiskapital durch sehr häufige derartige Abschlüsse nutzbar machen,
Nj îîch ein großes Vermögen erwerben, wenn auch ihr durchschnittlicher
den einzelnen Umsätzen weniger denn 1 % beträgt. Aber ein
Manhall, Principles of Economics I (2 d ed. London 1890), 651. 652.
j^eit, ^ er bat aus dem umfangreichen ersten Bande dieser seiner höchst bedeutenden
“'Wtry " bisher allein erschienen ist, unter dem Titel Elements of Economics of
J °ndon 1892) einen Anszug veröffentlicht.