Full text: Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

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Siebter Abschnitt. 
lediglich das fortgesetzte Wachsen der Akkumulation und der Ge- 
Schwindigkeitsgrad ihres Wachstums. Diese Voraussetzung figurier! 
in Adam Smiths Untersuchung der Akkumulation als selbstverständ- 
licher Grundsatz. (A. Smith: „Wealth of Nations“, b. I, ch. 8.) 
Bisher haben wir nur eine besondere Phase dieses Prozesses be- 
trachtet, diejenige, in der der Kapitalzuwachs stattfindet bei gleich- 
bleibender technischer Zusammensetzung des Kapitals. Aber der 
Prozeß schreitet über diese Phase hinaus. 
Die allgemeinen Grundlagen des kapitalistischen Systems_ein- 
mal gegeben, tritt im. Verlaufe der Akkumulation jedesmal ein Punkt 
ein, wo die Entwicklung der Produktivität der gesellschaftlichen 
Arbeif_ der. mächtigste Hebel. der...Akkumulation_ wird. „Dieselbe 
Ursache,“ sagt A. Smith (in dem eben zitierten Kapitel), „die die 
Löhne erhöht, nämlich die Zunahme des Kapitals, treibt zur Steig® 
rung der produktiven Fähigkeiten der Arbeit und bewirkt, daß eine 
kleinere Arbeitsmenge imstande ist, eine größere Menge von Pro: 
dukten zu erzeugen.“ 
Abgesehen von Naturbedingungen, wie Fruchtbarkeit de® 
Bodens usw., und von der Geschicklichkeit unabhängiger und isoliert 
arbeitender Produzenten, die sich jedoch mehr qualitativ in der Güt® 
als quantitativ in der Masse des Machwerkes bewährt, drückt sich 
der gesellschaftliche Produktivgrad der Arbeit aus im relative»? 
Größenumfang der Produktionsmittel, welche ein Arbeiter, während 
gegebener Zeit, mit derselben Anspannung von Arbeitskraft, in Pr 
dukt verwandelt. Die Masse der Produktionsmittel, womit & 
funktioniert, wächst mit der Produktivität seiner Arbeit. Dies® 
Produktionsmittel spielen dabei eine doppelte Rolle. Das Wachstu® 
der einen ist Folge, das der andern Bedingung der wachsenden Pr" 
duktivität der Arbeit. Zum Beispiel mit der manufakturmäßige? 
Teilung der Arbeit und der Anwendung von Maschinerie wird ® 
derselben Zeit mehr Rohmaterial verarbeitet, tritt also größere Mas®® 
von. Rohmaterial und Hilfsstoffen in den Arbeitsprozeß ein. Das il 
eine Folge der wachsenden Produktivität der Arbeit. Anderseiß 
ist die Masse der angewandten Maschinerie, des Arbeitsviehe 
mineralischen Düngers, der Drainierungsröhren usw. Bedingung der 
wachsenden Produktivität der Arbeit. Ebenso die Masse der ® 
Baulichkeiten, Riesenöfen, Transportmitteln usw. konzentrierte? 
Produktionsmittel. Ob aber Bedingung oder Folge, der wachsend® 
Größenumfang der Produktionsmittel im Vergleich zu der ihnen ei? 
verleibten Arbeitskraft drückt die wachsende Produktivität der AT 
beit aus. 
Zur Zeit des Erstehens der Großindustrie entdeckte man in ES 
land eine Methode, um das Roheisen mit Koks in schmiedbar® 
Eisen zu verwandeln. Dieses Verfahren, das man Puddeln nem? 
Sklaven des Kapitals werden können?“ (Von Thünen: „Der isolierte Staat 
Zweiter Teil. Zweite Abteilung. Rostock 1863“, S, 5, 6.) Es ist das V® 
dienst Thünens, gefragt zu haben. Seine Antwort ist einfach kindisch.
	        
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