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Dreiundzwanzigstes Kapitel.
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Bereicherung des Landvolkes, ihr jenseits, in Frankreich, größere
Knechtung und erhöhtes Elend auf dem Fuße nachfolgten.1%6*
Die Hungersnot erschlug 1846 in Irland über eine Menschen-
million, aber nur arme Teufel. Sie tat dem Reichtum des Landes
hicht den geringsten Abbruch. Die nachfolgende zwanzigjährige und
stets noch anschwellende Abwanderung verminderte nicht, wie etwa
der Dreißigjährige Krieg, mit den Menschen zugleich ihre Produk-
tionsmittel. Das irische Genie erfand eine ganz neue Methode, ein
armes Volk Tausende von Meilen vom Schauplatz seines Elends
wegzuhexen. Die in die Vereinigten Staaten übergesiedelten Aus-
wanderer schicken jährlich Geldsummen nach Haus, Reisemittel für
die Zurückgebliebenen. Jeder Trupp, der dieses Jahr auswandert,
zieht nächstes Jahr einen andern Trupp nach. Statt Irland etwas zu
kosten, bildet die Auswanderung so einen der einträglichsten Zweige
seines Exportgeschäftes. Sie ist endlich ein systematischer Prozeß,
der nicht etwa vorübergehend ein Loch in die Volksmasse bohrt,
sondern aus derselben jährlich mehr Menschen auspumpt, als der
Nachwuchs ersetzt, so daß das absolute Bevölkerungsniveau von
Jahr zu Jahr sinkt.18®
Welches waren die Folgen für die zurückbleibenden, von der
Uebervölkerung befreiten Arbeiter Irlands? Daß die relative Ueber-
völkerung heute so groß ist wie vor 1846, daß der Arbeitslohn ebenso
niedrig steht und die Arbeitsplackerei zugenommen hat, daß das
Elend auf dem Lande wieder zu einer neuen Krise drängt. Die
Ursachen sind einfach. Die Umwälzung in der Agrikultur hielt
Schritt mit der Auswanderung. Die Produktion der relativen Ueber-
völkerung hielt mehr als Schritt mit der absoluten Entvölkerung.
Ein Blick auf Tabelle B zeigt, wie die Verwandlung von Ackerbau
in Viehweide in Irland noch rascher wirken muß als in England.
Hier wächst mit der Viehzucht der Bau von Grünfrucht, dort nimmt
er ab. Während große Massen früher bestellter Aecker brachgelegt
oder in dauerndes Grasland verwandelt werden, dient ein großer
Teil des früher unbenutzten wüsten Landes und Torfmoores zur Aus-
dehnung der Viehzucht. Die kleineren und miti!leren Pächter — ich
rechne dazu alle, die nicht über 100 Acres bebauen — machen immer
noch ungefähr */, der Gesamtzahl aus.'®® Sie werden immer mehr
3868 Da Irland als das gelobte Land des „Bevölkerungsprinzips‘“ an-
gesehen wird, schrieb Th. Sadler, vor der Veröffentlichung seines Werkes über
Bevölkerung, sein berühmtes Buch: „Ireland, its Evils and their Remedies,
Ind ed. London 1829“, worin er durch Vergleichung der Statistik der ein-
zelnen Provinzen, und in jeder Provinz der einzelnen Grafschaften, nach-
weist, daß das Elend dort nicht, wie Malthus will, im Verhältnis zur Be-
völkerungszahl herrscht, sondern im umgekehrten Verhältnis zu ihr.
ıseb Für die Zeit von 1851 bis 1874 beläuft sich die Gesamtzahl der
Auswanderer auf 2325 922,
186c Nach einer Tabelle in Murphy: „Ireland, Industrial, Political and
Social, 1870“, erreichen 94,6 pZt. der Pachtungen nicht die Ausdehnung von
100 Aecres, und 5.4 pZt. Pachten sind über 100 Acres groß.