Full text : Mexico

22

Die Natur des Landes.

Gebiete eine eigentliche Trockenzeit überhaupt nicht kennen, Nur
die flachen nördlichsten Küstengebiete der Golfebene des kontinentalen
 Mexico (die mexicanische Küstenebene) und die Nordhälfte
 der Halbinsel Yucatän erhalten wegen ihrer geringen Erhebung
 über dem Meeresspiegel keine Winterregen, ebensowenig
aber auch die Binnengebiete und der größere Teil der pazifischen
Abdachung, vor allem weil sie im Windschatten der den Passatwinden
 entgegenstehenden Gebirgszüge liegen. Allein die Südabdachungen
 der Sierra Madre von Chiapas und der höheren
Küstengebirge von Oaxäca, Michoacan, Guerrero und Colima erhalten
 von monsunartigen südlichen Winden auch außerhalb
der sommerlichen Regenzeit noch ansehnliche Niederschläge. Es
zieht sich demnach ein ziemlich breites, durch prachtvolle Urwälder
 gekennzeichnetes Band bedeutender Niederschläge den
Küsten des Mexicanischen Golfes parallel an den Gebirgsabdachungen
 hin und schmale Streifen beträchtlichen Regenfalls
den Südküsten des Stillen Ozeans entlang, während der flache
Norden Yucatäns, die atlantische Küstenebene im Nordwesten
des Golfs, das gesamte Binnenland und der ganze Nordwesten
Mexicos regenarm sind, was für die landwirtschaftliche Entwicklung
 dieser Gebiete geradezu entscheidend gewesen ist. Am
regenärmsten sind die nördlichen Gebiete des Hochlandes sowie
der Nordwesten (einschließlich Niederkaliforniens), was sich in
dem stellenweise wüstenartigen Charakter der Landschaft deutlich
 ausspricht,.
Die jährlichen Regenmengen sind in den verschiedenen
Teilen des Landes außerordentlich verschieden: während sie im
mittleren Teil der Halbinsel Niedercalifornien und im nordwestlichen
 Sonora zum Teil unter 50 mm bleiben, steigen sie am
Nordabfall des Gebirges von Chiapas stellenweise auf 5m an!
Ist dies bereits ein Übermaß von Feuchtigkeit, das wegen Überwuchern
 pflanzlicher Schädlinge oft schon den Kulturen nachteilig
 wird, so erhält doch ein sehr großer Teil des Landes so
wenig Niederschlag, daß Ackerbau nur bei künstlicher Bewässerung
 möglich wird und sonst höchstens noch extensive
Viehzucht getrieben werden kann. Nach den Berechnungen des
mexicanischen Meteorologen Beltran y Puga erhalten 15%
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.