Wertstabilisierung des Dollars.
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darstellen. Der Goldproduzent würde für jede 35.8 Gran Barrengold, die
er in Korngehalt zur Münzstätte bringt, je nach seiner Wahl entweder ein
auf Papier oder auf Gold gedrucktes Goldzertifikat (d. h. eine Dollargold
münze) erhalten, welch letzteres, genau wie dies jetzt der Fall ist, 25.8 Gran
enthält.
Jedermann, der alte oder neue Goldmünzen besitzt, und jedermann, der
Goldzertifikate in Händen hat, könnte von der Begierung zu der von Zeit
zu Zeit bekannt gemachten offiziellen Rate Barrengold erhalten. Man würde
demnach ein größeres Quantum Barrengold empfangen als das im Golddollar
enthaltene. Unseren anderen Münzen gleich, würde dann das Goldstück
als Münze mehr wert sein, als als Barrenmetall, und dessen Wert wäre genau
so zu bestimmen, wie heutzutage der Wert eines Goldzertifikates oder eines
anderen Papiergeldes bestimmt wird, nämlich durch das endgültige Barren
metall, mit dem es ausgelöst werden kann, wobei das Gewicht dieses Barren
metalls ein größeres sein müßte, als das des Dollars selbst.
Die einzige, durch eine Beibehaltung des jetzigen Gewichtes und Fein
gehaltes der Goldmünzen möglicherweise in Erscheinung tretende Kom
plikation würde darin bestehen, daß sobald die Preise die Tendenz zu einem
Fallen unter den Pariwert oder unter den Ausgangspunkt, an dem das System
seinen Anfang nahm, zeigen sollten, die Handhabung des Systems einge
schränkt werden müßte. Das Gewicht des virtuellen Golddollars dürfte nie
mals unter das Gewicht der Dollarmünze sinken, denn wenn dies der Fall
wäre, würde die Münzgebühr zu einer Minusquantität, und da die Gold
münzen in Barrenmetall einen höheren Wert repräsentieren würden, als in
geprägtem Zustande, so würde ein Einschmelzen sämtlicher Goldmünzen
in Barrengold die unmittelbare Folge sein. Das System müßte daher den
Vorbehalt in sich schließen, daß das Gewicht des virtuellen Dollars niemals
auf weniger als 25.8 Gran zu stehen kommt und daß demnach der von der
Regierung bewilligte Goldpreis niemals mehr als $ 18.60 per Unze beträgt.
Angesichts der heutzutage herrschenden Unzufriedenheit über die hohen
Preise würde wohl ein großer Teil des Publikums gegen eine Einschränkung
nichts einzuwenden haben, durch die den Preisen zwar gestattet wird, unter
das jetzige Niveau zu fallen, ein höheres Steigen jedoch nicht zuläßt. Dies
wäre aber ein schlechter Grundsatz, weil er nur nach einer Richtung hin
wirkt. Infolgedessen müßte, wenn ich für meine Person auch der Ansicht
bin, daß die Tendenz zu einem Steigen auch in Zukunft andauern wird,
für die Möglichkeit einer Preisbewegung nach abwärts Sorge getragen werden.
Wenn dieser Fall eintreten sollte, so könnten zu allem Anbeginn die Gold
stücke eingezogen und in Münzen von leichterem Gewicht umgeprägt werden,