die viele Jahre in europäischen Besitz gewesen waren,
und doch blieb noch viel flüssiges Kapital übrig.
Dieser Überfluß an Kapital war zu einem nicht geringen
Teil der hauptsächlich unter der Führerschaft
Morgans unternommenen Reorganisation der Eisenbahnen
zu verdanken und außerdem den Anschauungen,
die sich um diese Zeit bei den begabteren Geschäftsleuten
herausgebildet hatten: daß man bei
sroßen, zusammengesetzten Unternehmungen, wenn
man ihnen Erfolg sichern wollte, Methoden anwenden
mußte, die größte Erzeugung von bester Qualität unter
geringsten Kosten ermöglichten. Hierzu gehörte
möglichst ausgedehnter Gebrauch von Arbeitskraft
sparenden Maschinen, die Beschäftigung ausgezeichneter
Facharbeiter, denen hohe Löhne gezahlt werden
mußten, und die Standardisierung der Fabriken, so
daß die Kosten des Transports der Rohmaterialien zu
den Fabriken und der Fertigprodukte von den Fabriken
zu den Märkten so niedrig wie möglich gehalten
werden konnten,
Diese Erwägungen begriff Morgan bei seinen intuitiven
Talent sofort. Bisher war seine Laufbahn, abgesehen
von seinen eigentlichen Bankgeschäften, fast
vollständig mit Sanierungen von Eisenbahnen ausgefüllt
gewesen. In Reorganisationen von industriellen
Unternehmungen aber hatte er so gut wie keine Erfahrung.,
Zu den beiden großen, damals bestehenden
Konzernen — dem Zuckertrust und der Standard Oil
Company — stand er in keinerlei Beziehung, außer
durch gelegentliche Bankgeschäfte.
Um einen Stahlkonzern zu gründen und zum erfolgreichen
Arbeiten zu bringen, war es allererstes
Erfordernis, daß der neue Trust das ganze Land umfaßte.
Er mußte aus zehn oder zwölf Korporationen
bestehen, die jede ein Kapital zwischen 50 und
14,
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