Full text : John Pierpont Morgan, der Weltbankier

freundschaftliche Gefühle gegen Morgan & Co., da
Morgan ihn vor einem Jahre aus der Leitung des
Stahltrusts unter nicht gerade schmeichelhaften Umständen
 herausbefördert hatte, und so bemerkte er
kühl zu Perkins: „Da Sie anscheinend die Aktien so
dringend notwendig brauchen, um die Kontrolle und
den Schutz der Southern für Ihre Freunde zu retten,
sollen Sie sie haben. Sie werden mir aber 10 Millionen
mehr zahlen, als mich selbst die Aktien gekostet
haben.“

Auf dieser Basis wurde das Geschäft denn auch abgeschlossen.

Die Unternehmungen, die Morgan kontrollierte,
waren nicht nur die stärksten und geschicktest angelegten
 ihrer Art, sondern sie besaßen gewöhnlich
noch irgendwelche besonderen Vorteile oder Sicherheiten,
 abgesehen von geschickter Geschäftsführung,
die es ihnen ermöglichten, auch durch die schlimmsten
Zeiten durchzukommen. Sie besaßen stets Garantien
irgendwelcher Art, die sie gegen verderbenbringenden
Wettbewerb schützten. Der Stahltrust z. B. kontrollierte
 unermeßliche Rohstoffvorräte, seine Konkurrenten
 aber sehr wenige; die ausgedehnten Eisenbahnsysteme,
 an denen Morgan interessiert war, kontrollierten
 Wegerechte, Kohlenfelder, Endbahnhöfe,
Konkurrenzlinien, Dampfschiffverbindungen usw.

Zwölftes Kapitel

FEINE ZEIT DER RÜCKSCHLÄGE

S chon im Jahre 1893 war Morgans Aufmerksamkeit
auf die Demoralisation der transozeanischen Dampfschiffahrtsgesellschaften
 gelenkt worden. Diese Demoralisation
 hatte ihren Grund in dem übermäßigen Wettbewerb.
 Es waren Trampdampfer genug vorhanden,

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