Haus aus roten Ziegelsteinen, das an der Dorfstraße
auf einem Grundstück von einigen Acres stand, Später
wurde es um ein Stockwerk gehoben und steht jetzt
mitten unter großen Geschäftshäusern im Mittelpunkt
von Hartford, Jedoch verknüpften Morgan keinerlei
Erinnerungen mit diesem Haus, denn seine Eltern
wohnten hier nur in den ersten beiden Jahren seines
Lebens, dann zogen sie in ein großes, bequemes Haus
an der Farmington Avenue, das anläßlich der Hoch-
zeit gebaut worden war, Es lag auf einem Grund-
stück von ungefähr 40 Hektar, das sich nach Westen
bis zum Little River ausdehnte.
Mit sechs Jahren wurde der junge Morgan auf die
Bezirksschule geschickt. Als Knabe war er schweig-
sam und zurückhaltend, er war meist für sich und
zeichnete sich im Unterricht weder durch besondere
Gaben noch durch besondere Faulheit aus. Er war
eine kühle, phantasielose. Natur; sein bestimmter
Charakter hinterließ im Gedächtnis einiger seiner
Schulkameraden einen bleibenden Eindruck,
Das erste, was er auf der Schule erhielt, war ein
Spitzname. Die Knaben wurden einzeln aufgerufen, um
ihre Namen anzugeben. Als Morgan an die Reihe kam,
sagte er: „John Pierpont Morgan“, Er sollte es noch
einmal sagen, des etwas ungewöhnlichen mittleren
Namens wegen. „Pierpont‘, wiederholte er, „John
Pierpont Morgan.‘ Der Lehrer hatte jetzt richtig ver-
standen, nicht so aber die anderen Knaben. Ihnen kam
der Name komisch vor. „Pierp, Pip, Pip’”, wurde von
hinten her aus dem Klassenzimmer vernehmlich ge-
flüstert, und Pip Morgan, nicht anders, hieß er von
da ab.
In seiner Freizeit beschäftigte sich Morgan gern
mit Fischen im Hog Creek, Er hatte sich auch selbst
ein kleines Boot gebaut.
{8