gehabt, und am 27, November 1926 wurde die White
Star Line an die Royal Mail Steam Packet Company
für 7 Millionen Pfund Sterling verkauft. Ein Teil des
Kaufpreises wurde in bar erlegt, für den Rest wurden
Pfandbriefe der Steam Packet in Zahlung genommen.
Auf die Meldung von diesem Verkauf ließ das
Schiffahrtsamt bekanntmachen, daß es die fällige Ent-
scheidung über die Gebote von Winchester und Kelly
noch um zwei Wochen hinausschieben werde. Gleich-
zeitig kündigte der Schiffahrtstrust an, er verhandle
mit der Royal Mail Steam Packet Company auch noch
über den Verkauf der englischen Leyland Line und der
belgischen Red Star, womit er dann seinen gesamten
ausländischen Besitz abgestoßen hätte. Die drei Ge-
sellschaften (White Star, Red Star und Leyland)
machten zusammen schon eine ganz achtunggebietende
Flotte aus, wie die folgende Aufstellung für das Jahr
1926 zeigt:
Gesellschaft Dampfer Raumgehalt
White Star Line:. . 23 500000 Tonnen
Leyland Line. . . , 39 264000 Tonnen
Red Star Line . . . 43 2330000 Tonnen
Zusammen: 105 1094000 Tonnen,
Sämtliche Verhandlungen aber zerschlugen sich
wieder und das Schiffahrtsamt behielt seine Schiffe.
Allerdings kündigte es nochmals im Januar 1927 an,
es wolle die United States Lines und die American
Merchant Line für einen angegebenen, festen Betrag,
der sich ein wenig über dem in den bisher gemachten
Angeboten hielt, abgeben.
Inzwischen trat aber eine Veränderung der äußeren
Umstände ein. Das Jahr 1927 brachte eine etwas
bessere Konjunktur im atlantischen Transportgeschäft,
außerdem trafen die United States Lines im März 1927
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