vor allem tatsächlich betrieben werden (es soll also
wahrscheinlich verhindert werden, daß eine Gesellschaft
sie aufkauft, um eine Konkurrenz zu beseitigen,
und sie dann stillegt), und zwar muß der „Leviathan”
jährlich mindestens 13 Fahrten zwischen New York
und einem englischen oder französischen Hafen
machen. Auch für die anderen Schiffe sind ähnliche
Bedingungen festgesetzt. Die Zahlungsbedingungen
sind recht entgegenkommend: 2% % des Kaufpreises
ist bei Einreichung des Angebots zu erlegen, 22 % %
bei Übergabe der Schiffe und den Rest in 15 Jahresraten.
Es ist anzunehmen, daß sich der Schiffahrtstrust
für dieses Angebot wieder interessieren wird, Er
hofft anscheinend, durch Übernahme besonders der
„Leviathan‘“ seinen eigenen Schwierigkeiten etwas abzuhelfen.
Ob nun allerdings bereits das Schlußkapitel
der abwechslungsreichen Geschichte der Beziehungen
zwischen dem Schiffahrtstrust und dem amerikanischen
Schiffahrtsamt geschrieben ist, bleibt noch abzuwarten.
Achtzehntes Kapitel
HOCHFINANZ UND GROSSE POLITIK:
DAWES-PLAN UND FRANKENSTÜTZUNG
WW: dem älteren Morgan, wie bereits früher erwähnt,
nicht recht gelungen ist, nämlich eine
Rolle in der großen Politik zu spielen, das wurde
seinem Sohn in um so höherem Maße zuteil, Die Gründe
hierfür liegen auf der Hand und haben mit etwa
mangelnder Tatkraft von John Pierpont Morgan senior
nicht das geringste zu tun. Zu seinen Lebzeiten waren
die Umstände einer solchen Betätigung eben noch
nicht günstig, die Zeit war noch nicht reif. Die Ver-278