„Warum sprechen Sie nicht mit J. P. Morgan?”
iragte Sloan. „Ziehen Sie ihn ins Vertrauen. Er fürchtet
Jay Gould nicht und kann ihn mit einwandfreien
Mitteln bekämpfen. Wenn Ihre Bahn für Sie über-
haupt noch zu retten ist, wäre Morgan der einzige,
der es tun kann, davon bin ich überzeugt.”
Ramsey befolgte diesen Rat und ging mit den
Direktoren zu Morgan. Dieser war damals erst drei-
unddreißig Jahre alt, aber es fiel ihnen. sofort die fast
intuitive Beurteilung der Lage durch ihn auf. Er
sagte:
„Ich brauche eine genaue Übersicht über Ihre
Lage. Ich brauche ferner einen kurzen Bericht über
das, was Gould und Fisk schon getan haben. Ich
werde diese beiden Schriftstücke prüfen und Sie dann
wissen lassen, was ich über die Angelegenheit denke.”
Zwei oder drei Tage später bat Morgan die Direk-
toren wieder zu sich. „Meiner Ansicht nach”, sagte
er, „muß diese Sache vor Gericht ausgefochten wer-
den. Ich denke, daß wir auf diese Weise Erfolg haben
werden. Soll ich die nötigen Schritte unternehmen?”
Mit genau so knappen Worten bat man ihn, die
Angelegenheit in die Hand zu nehmen. Als Rechts-
beistände wählte er seinen Schwiegervater Charles
E. Tracey und einen Mr. Samuel Hand aus Albany.
Sie waren sicher, von dem Richter Justus W, Peckham
vom Obersten Gericht in Albany ein gerechtes Urteil
zu erhalten. Gould und Fisk waren vertreten durch
David Dudley Field, und wenn sie irgend etwas
wünschten, von einer einstweiligen Verfügung bis zur
Bestellung eines Konkursverwalters, wandten sie sich
an Richter Barnard in New York.
Nun wurde eine Aktionärversammlung der Albany
8& Susquehanna nach Albany einberufen. Zwei oder
drei Tage vor diesem Termin arbeitete Morgan mit
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