Full text : John Pierpont Morgan, der Weltbankier

seinen Rechtsanwälten Tracey und Hand unermüdlich,
um gewisse Schriftstücke vorzubereiten, die dem Gericht
 vorgelegt werden mußten, um eine ordnungsgemäße
 Zählung der bei der Generalversammlung abgegebenen
 Stimmen zu gewährleisten. Sie erwarteten
irgendeinen gerichtlichen Gegenschachzug von Fisk
und Gould,

Am Abend vor der Versammlung arbeiteten Hand
und Morgan im Zimmer des ersteren im Delavan
House und machten Abschriften der eidesstattlichen
Erklärungen, die Hand am nächsten Morgen dem
Richter Peckham vorlegen wollte. Hand entschuldigte
sich für einige Minuten, da er einen Freund zu dem
nach New York abgehenden Dampfschiff begleiten
wollte, Stunden vergingen, er kehrte nicht zurück,
und Morgan fürchtete schon das Schlimmste. Aber
in den frühen Morgenstunden stürzte Hand plötzlich
ins Zimmer. Er hatte seinen Freund bis auf das Schiff
begleitet und verpaßt, rechtzeitig von Bord zu gehen.
Er hatte dann den Kapitän gebeten, ihn an Land zu
setzen, was dieser jedoch ‚verweigerte. Endlich gelang
 es ihm, den Kapitän zu überreden, ihm eins der
Rettungsboote zu verkaufen. Sobald er es bezahlt
hatte, ließ der Kapitän die Maschinen langsam laufen,
das Boot wurde über Bord gehißt und er ruderte an
Land. In einiger Entfernung sah er die Lichter eines
Bahnhofs — es war das Dorf Hudson —, lief über die
Eisenbahnschienen und es glückte ihm, die Plattform
eines Wagens zu erklettern, gerade in dem Augenblick,
 als ein Zug nach Albany abfuhr. Er wollte eben
die Wagentür öffnen, als er Jim Fisk im Wagen sitzen
sah mit einem Trupp Kerle aus der Bowery. Da Fisk
ihn vom Sehen kannte, ahnte er, was ihm bevorstand,
wenn er in den Wagen ginge, und so fuhr er die ganze
Strecke bis nach Albany auf der Plattform.

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