Full text: Recht der Schuldverhältnisse (Bd. 2)

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VIL Äbidnitt: Einzelne Scohuldverhältniffe. 
vom ——-. Diefe Auffaffung verdient wohl den Borzug (ebenfo Sharan 
Qöriter in Bent. V, 5 zu $ 925, Dertmann Bem. 6, d zu 8 446; f. Ce 
ojad I S. 426, Endemann I S. 956, Windicheid-Kipp Bo. 1 8 390 Anm, 1 
Dernbura S 174 Anm. 9, Tige, Unmöglichkeit S. 262, Martinius, be EL 
bürgerl. X. Bd, 17 S. 69 ff., Crome II 8213 S. 418, Hellmann, Krit. Viertel 
iTOr. Bd. 40 S. 203. , „ } 
Neber den gleichfall® Hieher zählenden Fall, daß der Nerfkäufer Der 
den Käufer A WAREN der Vertreter des Verkäufer8 aber an den 
Küufer B, vgl. Kiezler im Arch. f. d. zivilift. Praxis Bd. 98 S. 391. S 
Abi. 2 des S 446 bezüglich der Grunditücke aß auch für den Fall eUi8 
NRehtSitreit8 gelten; e8 geht alio die Gefahr nicht fhon mit der Red % 
fraft des Urteils, fjondern auch erft vom Beitpunkte der Eintragung 4 
auf den Erwerber über; vol. Turnau-Söriter a. a. DO. 
Sm übrigen ift bei Verzug auch & 287 zu beachten. %i 
g) m Sale der ZwangsSverfteigerung eines Srundtücks a 
®efahr mit dem Zufchlage, welher Eigentumsitbergang bewirkt, auf den 
Eriteher über; |. SS 56, 90 VG. und vgl. Denkichr. 3. BwBV®. S. 78. 
3. Ueber den N bei bedingten Kaufverträgen liegen feine Sonder- 
vorfchriften vor; vgl. hierüber Wi. II, 324 und auch %. 11, 62. 
a) Sit der Vertrag Ber Sa ke jo muß bie Gefahr des Unter» 
gangS auch nach der Nebergabe beim Verkäufer bleiben, da ja die Perfektion 
des SGefchäfts aufgefhoben ift. Dagegen muß bier nach dem regelmäßigen 
EDER Willen der Parteien den Käufer die Gefahr der KU 
JO ledterung treffen. (Nebereinftimmend Dertmann Bern. 6, azı 8446, 
Crome 8 213 Nr. 3, Tiße a. a. DO. S. 258 ff. Kubhlenbek zu 8 446, Dernburg, 
Band. 11596, a, Frankenburger in BI. f. RU, Bd. 65 S, 410. Dagegen treffen 
leßtere Unterfdheidung nicht, fondern lafien die Gefahr durchweg heim Vers 
fünfer Dernburg 8 174, IV, 4, Neumann S 446 Bem. 1, 3, Staub im Exkurs zu 
3 382 Anm. 24, Solanct Bem. 2, c zu S 446; dagegen wieder Düringer-Hachen- 
burg (1. Aufl.) Bd. 3 S. 60, 61, welche die beiden DBedingungsarten hier gleich 
mäßig behandeln wollen; Cofack 1 8 122 Nr. U, 8 unter/cheidet, ob der Can 
der Bedingung nach der Intention der Kontrahenten rüchwvirkende Araft habe 
oder nicht und bürdet nur im erfteren Falle dem Küänfer die Gefahr auf; 
ibın fchließt fih Rich a. a. OD. S. 67 an.) Richtig {{t, daß aus S 159 fıch Wi 
Einzelfall ein früherer Zeitpunkt des Sefahrübergangs ergeben kann. Bal- 
jerner au Rfpr. d. DLG., Gamburg) Bd. 12 S. 53, 
Bei auflöfend hedingten VertragsSabfhluffe dagegen fommt nach der Neber- 
gabe der $ 446 natürlihH voll zur N RUFT. da ja der Vertrag durchweg erfüllt 
Ut; val. SS 158 umd 160. Der Eintritt der Bedingung muß nach Untergang 
der Kaufiache hier unmwirkfam fein, da ein essentiale negotii nicht mehr 
borliegt jo mit Recht Crome S. 420, Endemann $ 157, a Anm. 10, Matthiaß, 
S. 516 und Kuhlenbef Bem, 1 zu S 446; a. M. Planck Bem. 2, c zu S 446, 
neuerlid au Dertmann in Bem. 6, b, 2, fowte ferner Rijch S. 67. Freilich 
fann fid auch hier auf @rund des 8 159 im Einzelfall Abweichendes ergeben. 
Dinfichtlih eines Kaufes mit Eigentu mSvorbehalt vol. oben Bem. 1 
und insbejondere Bem. II, 7 zu S 455, fowie ferner Budor in Sur. Wichr. 
1905 S. 566. 
Die Gefahrübertragung beim Kauf in Baufh und Bogen ift der Kegel 
nach wie beim Kaufe einer individuell beftimmten Sache zu behandeln, außer 
e8 ijft die Abficht der Varteien auf ein Abieben vom Untergang einzelner 
Stücde oder von deren Befchaffenheit gerichtet ({{. DM. I, 324); Tleßtere8 if 
Tatfrage (vgl. auch Düringer-Hacdhenburg a. a. OD). 
, 4. Neber den Gefahrübergang bei einem ® aslieferungSvertrage vol. Witthof 
in D, Iur.3. 19083 S. 149 ff. und Zende, Saslieferungsvertrag (Berlin 1907). 
5. Wird die Ubnahme oder Annahme der Sache abgelehnt, ohne daß ein Ber“ 
zug des Käufers vorliegt, 1o geht die Gefahr natürlich nicht über, vgl. Bem. IX, 2, a und h 
zu S 433, Bem. I, B, 38 zu 8 440 und Neumann zu $ 446. 
IL. Cbenfall8 von der Nebergabe an bat der Käufer dem Verkäufer gegen“ 
über das Recht, die Nußungen zu beziehen, und die Pflicht, die Lajten zu tragen. 
€ gilt dies im @rundfaße von beweglichen wie von undewegliden Sachen. Im 
Salle des Ubf. 2 aber it der ebenda bezeichnete ht maßgebend, Tofern nicht 
gegenüber der bloß dispojitiven GefebeSvorichriit die mftänbe auf einen andern Vartei- 
willen hindeuten, CB. IT, 60 ff.) 
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