Full text : Werke und Schriften bis Anfang 1844 (1,2.1930)

Gedichte

DE

Erwachen

Bricht dein strahlendes Auge
Entzückt und bebend,
Wie wallender Saitenton,
Der gebannt an der Lyra
Sinnend geschlummert,
Empor durch den Schleier
Urheiliger Nacht,
Dann blitzen von oben
Ewige Sterne
Liebend hinein.

HH

Du versinkest bebend,
Es klopft dein Busen,
Du schaust unendliche
Ewige Welten,
Über dir, unter dir,
Unerfaßbar, unendbar,
Schwebend im Reihentanz
Rastloser Ewigkeit,
Und ein Atom
Versinkst du im Weltall.

HI

Dein Erwachen
Ist unendliches
Dein Aufgehn
Ewiger Fall.

Aufgehn,

IV

Schlägt deiner Seele
Rieselnde Flamme
In die eigene Tiefe,
In den Busen zurück,
Dann taucht unabgrenzbar,
Von Geistern gehoben,
Getragen von süßem
Schwellendem Zauberton,
Der Seele Geheimnis
Empor aus der Seele
Dämonischem Aberund.
            
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