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Gewinnung der Geldmittel.
Was ift ftärker als Not, Sorge und Leid?
Ein Herz voll Opferfreudigkeit.
Laß brechen, lajj biegen,
Es wird fiegen.
Ein ganzes Volk, fo herzgeflählt,
Zum Hort der MenTchlieit ift es von Gott erwählt.
(Rieh. Dehmel.)
UM Rüftzeug der Wohlfahrtzentrale gehören in erfter Linie aus
giebige Geldmittel, deren Gewinnung daher fortgefet^t ebenfo
eifrig, als umfichtig betrieben sein will. Das Rückgrat der
Sammlungen
bildet die perfönliche Werbung durch Hausbefuche, welche
mehr als alles andere von dem Nutzen und der Notwendigkeit der Auf
wendung zu überzeugen, Herz und Verftand zur dauernden Anteilnahme
an den Aufgaben und Bedürfni|Jen der Wohlfahrtspflege zu gewinnen und
kritifchen Betrachtungen durch fachliche Aufklärung zu begegnen vermögen.
Nicht unwefentlich für den Erfolg der Sammlungen der Wohlfahrt
zentrale war und ift die gefcßloffene Gefamtvertretung und -Berüc/c/icßtigung
aller Anforderungen, welche der Krieg an die Fürforge, fowohl für die
beheimateten Kriegsteilnehmer und ihre Angehörigen, als für die übrige in
Mitleidenfchaft gezogene anfällige Bevölkerung (teilt. In klarer Erkenntnis,
keine der jeweils auf tretenden Verpflichtungen durch eine Zerfplitterung
und Vergeudung der Gaben in Frage (teilen zu dürfen, kam daher gleich
nach Kriegsausbruch die Wohlfahrtzentrale mit dem Zweigverein vom
Roten Kreuz überein, alle eingehenden Spenden zu einem gemeinfeßaft-
ließen Fonds zu vereinigen.
Die ftarke und allgemeine Begeifterung für die hohe Sache, vater-
ländifche Liebespflichten erfüllen zu dürfen, gab (ich durch das hohe