sittenbach (BA. Hersbruck), Entenberg (BA. Nürnberg), die Kirchdörfer Oberkrumbach
(BA. Hersbruck) und Suffersheim (BA. Weißenburg i. Bay.). Die geringste Einwohnerzahl
der genannten Ortschaften hat Entenberg mit 207, die höchste Bergel mit 829.
In 113 mittelfränkischen Orten erfolgt neben anderweitiger Leitungsversorgung auch
aoch Wasserbezug aus selbständigen Laufbrunnenanlagen.
Von den mit Hausanschlüssen versehenen Wasserleitungen werden im ganzen
125 Laufbrunnen, 329 Ventilbrunnen und 172 Zierbrunnen mitgespeist.
Die Wasserversorgung durch Pumpbrunnen mit motorischem Kraftantrieb
aält sich in Mittelfranken in mäßigen Grenzen. Ausschließlich durch solche kleine An-
agen werden versorgt
ganz .... . . ..19 Orte mit. 22 Wohngebäuden 202 Einwohnern
;eilweise . .... 9% „ » 4605 » (200 Hausanschlüssen) 25802 »
Die teilweise Leitungsversorgung des Dorfes Laufamholz beruht beispielsweise auf
23, die teilweise Leitungsversorgung des als besondere Ortschaft geführten Stadtteiles
Bruck der Stadt Erlangen auf 15 derartigen Brunnen.
Ferner kommen noch Pumpbrunnen mit motorischem Kraftantrieb neben ander-
veitiger Leitungsversorgung in 4 ganz und in 54 teilweise versorgten Orten vor.
Die 593 mittelfränkischen Ortschaften mit vollständiger Wasserleitungsversorgung
haben 56005 Wohngebäude, also 48,s v. H., fast die Hälfte der 116 055 Wohngebäude des
Kreises. Auf die teilweise versorgten 655 Orte kommen 31817 Wohngebäude; hiervon
haben 5235 Hausanschluß an eine Wasserleitung, d. s. 4,5 v. H. der im Regierungsbezirk
vorhandenen Wohngebäude. Von 100 Wohngebäuden sind hiernach in Mittel-
franken mindestens 53 durch Wasserleitungen versorgt.
Die kreisunmittelbaren Städte Mittelfrankens sind alle durch Wasserleitungen
voll versorgt mit Ausnahme von Rothenburg ob der Tauber; jedoch haben auch dort von
L198 Wohngebäuden 1020 Hausanschluß. Das Quellgebiet für die städtische Wasser-
'eitung, durch welche die Kreishauptstadt Ansbach in der Hauptsache versorgt wird,
ijegt 20 km südöstlich von der Stadt im Sandsteinkeuper. Letzterer kommt als Wasser-
;spender auch bei Dinkelsbühl und Schwabach in Betracht. Für Eichstätt wird
jas Wasser aus Diluvial-Talschotter, für Erlangen und Fürth aus Diluvial-Sand ent-
ı10ommen. An das Wasserversorgungsnetz der Stadt Fürth ist u. a. auch das Pfarrdorf und
Schloß Burgfarrnbach (232:194) angeschlossen, das eine besondere Ortschaft des Stadt-
jezirks bildet und 2176 Einwohner zählt. Die Stadt Nürnberg bezieht das Wasser von
vier Stellen, aus der 18 km entfernten Ursprungs-Quelle bei Leinburg, dem 43 km entfernten
Ranna-Quellgebiet im oberen Pegnitztal, aus 64 Brunnen bei Erlenstegen (6 km) und
39 Brunnen bei Krämersweiher (15 km). Die Ursprungs-Quelle kommt aus Diluvial-Sand.
Dieser liefert auch das Wasser für die Brunnen bei Krämersweiher und im Pegnitztal bei
Erlenstegen. Das Ranna-Quellgebiet liegt im Weißen Jura. Die für Weißenburg i. Bay.
beigeleiteten Quellen entspringen dem Weißen Jura und dem Kisensandstein, In
Rothenburg ob der Tauber stützt sich die städtische Wasserversorgung auf Brunnen
im Saundsteinkeuper, Lettenkeuper und Muschelkalk.
Für die sonstigen größeren Orte in Mittelfranken mit mehr als 2000 Einwohnern ’)
xommt zumeist der Sandsteinkeuper als Wasserspender in Betracht, so für die Städte
Feuchtwangen, Zirndorf, Langenzenn (276:193), Gunzenhausen, Neustadta. d.
Aisch, Roth b. Nürnberg und Windsheim (leitet das Wasser aus einer
Entfernung von 15 km herbei), desgleichen für die Pfarrdörfer Neuendettelsau (229: 55),
Röthenbach a. d. Pegnitz und Stein b. Nürnberg. Die Stadt Hersbruck entnimmt
das Wasser dem Weißen Jura und Sandsteinkeuper, die Stadt Lauf dem Rätsandstein
und Sandsteinkeuper, die Stadt Uffenheim (414:14) dem Lettenkeuper und Muschelkalk.
N Siehe Anmerkung 1 Seite 48.