Full text : Der Wald und seine Arbeiter

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Raumen  8,  von  den  110  Erkrankungen  in  der  .inechauischen  WerksUitte  10  auf
die  Haut-Erkrankungen  fallen.
'on  AíTeclionen  der  Central-Organe  kamen  gar  keine  Erscheinungen  vor,
''oder  über  Motililäts-  noch  Sensibilitäts-Störungen,  weder  über  Hyperästhesien
•'ocli  Anästhesien  wurde  von  den  Arbeitern  in  den  betreffenden  Räumen  geklagt.
Ein  sehr  gutes  Yorbeugungsmittel  gegen  solche  chronische,  gewerbliche
ergiftupgen  besteht  jedenfalls  neben  einer  guten,  nicht  in  den  Arbeitsräumen
staUfindenden  Ernährung  des  Körpers,  und  einer  geregelten  Hautpflege,  in  dem
möglichst  langen  Aufenthalte  in  freier  Luft,  wie  denselben  ein  grosser  Theil  der
öchster  Arbeiter  durch  ihren  oft  stundenlangen  'Veg  m  und  von  der  Fabrik
geniesen.
Ebensowenig  wie  chronische  Anilin-Vergiftungen  konnten  wir  bei  den
Reuten  einen  Einfluss  auf  die  Respirations-Organe  beobachten.  Bekanntlich  be-^opten
  Rörig,  Friedrich.  Dupuy  u.  s.  w,.  dass  unter  dem  Einflüsse  von
nilindämpfen  sich  häufig  Bronchial-Catarrhe  und  deren  Folgezustände  entwickel-Dagegen
  macht  Hirt  darauf  aufmerksam,  dass  die  Arbeiter,  von  welchen
?  Autoren  sprechen,  in  Anilin  -  Farben  -  Fabriken  beschäftigt  waren,  und  dass
’*1  diesen  neben  dem  Anilin  noch  andere  Agen  tien  in  Betracht  kommen,  welchen
•er  als  dem  Anilin  die  Einwirkung  auf  die  Bronchial-Schleimhaut  zuzumessen
Ensere  Beobachtungen  bestätigen  die  Richtigkeit  der  Annahmen  von  Hirt.
Von  allen  Erkrankungen  in  allen  Abtheilungen  der  Fabrik  enteilen ­
  (Tab.  E.  7)  19  pCt.  auf  die  Erkrankungen  der  Athmungs-^^b‘ine;
  von  den  88  Erkrankungen  in  dem  Fuchsin-  und  den  48  in
Heduotionsrauin  kommen  8  resp.  14  auf  Erkrankungen  der  Luftalso
  bilden  letztere  in  dem  Fuchsin-Raum  10  pCt.,  in  dem
^  •^'luctions-Raum  30  pCt.  sammtlichcr  in  diesen  Räumen  beobachteten
"•"krankungen.  Nun  haben  wir  oben  gesehen,  dass  von  den  12  Fällen
Anilismus  7,  also  58  pCt,  auf  den  Fuchsin-  und  nur  4,  also
pCt.,  auf  den  Reductions-Raum  kommen.  Hieraus  dürfen  wir
^l'liessen,  dass  die  vermehrten  Erkrankungen  der  Luftwege  in  dem
^^ductions-Raum  —  30  pCt.  gegen  den  obigen  Durchschnitt  von
pCt.  -T-  nicht  dem  Anilin,  sondern  einer  anderen  Schädlichkeit
^'Uzuschreihen  sind.  Als  solche  ist  jedenfalls  der  starke  Luftzug  in
betretlenden  Raume  anzusprechen.
ln  dem  Raume  also,  in  welchem  die  meisten  Fälle  von  Anilisvorkamen,
  ist  der  Rrocentsatz  der  Erkrankungen  der  Luftwege
nin  die  Hälfte  geringer,  als  der  Durchschnitt  in  sämmHieben
‘^'•nien,  und  in  dem  Reductions-Raumc,  in  welchem  der  entsprechende
/^^entsatz  höher  ist,  liegt  eine  andere  Ursache  näher,  als  Anilin.
1  entspricht  der  Verlauf  der  einzelnen  Erkrankungen  der  Imftwege
in  Räumen  nicht  obiger  Behauptung  von  Rörig  u.  s.  w.,  denn
einem  einzigen  Falle  waren  es  chronische  Catarrhe  oder  Emphy-
            
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