Full text : Fabrikorganisation, Fabrikbuchführung und Selbstkostenberechnung der Firma Ludw. Loewe & Co. Actiengesellschaft, Berlin

Das  Hilfsmaterialienlager.

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LUDW.  LOEWE  &  Co.
Actiengeseiischaft.  Material-Entnahme  s  chein

Menge

Einheit ­


Benennung

Dimension,

Ealls  für  Fabrikate

Marke,  Modell,
Nummer  usw.

Preis

Order-Bestell-







zusammen

Nr.

Nr.

Nr.

%

50

Stück

Kniee

4,40

2

20

10

55

T  Stücke  J"Xf"

6,80

0

68

50

55

Nippel

6,—

3

—

20

„

»  r

2,40

0

48

T-H

10

senkr.  Bewegungen

äl,25

12

50

Os

1

10

”

Mittelbewegunyen  J-"

%
115,50

11

55

Oi

Ob

10

55

Spitzhähne  m.\"  J.G.

82,50

8

25

20

55

Muffen

0

80

BEELIN,  den  2.  April  1907  Gesehen
Genehmigt

Form.  93.  Orig.-Größe  220  X150  mm.

das  Konto  der  betreffenden  Order  vorgenömmen  werden  kann  (s.  Beispiel).
Entnahmescheine  über  Hilfsmaterialien  bleiben  bis  zum  Monatsschluß  im
Lager  und  gehen  mit  den  Monatsrechnungen  zusammen  in  die  Lohnbureaus. ­
  Auf  diesen  Scheinen  wird  der  Preis  nicht  notiert.  Zur  Kontrolle
des  Bestandes  und  des  Verbrauches  ist  für  jede  Sorte  der  Materialien  ein
Skontroblatt  (Form.  94)  angelegt,  auf  welchem  Zugänge  und  Abgänge
notiert  werden.  Durch  Abzug  der  Ausgangsbeträge  von  den  Eingangsbeträgen ­
  wird  der  Sollbestand  ermittelt,  der  von  Zeit  zu  Zeit  mit  dem
tatsächlichen  Bestand  verglichen  wird.
Aus  dem  Skontroblatt  (Form.  94)  kann  man  ersehen:
1.  wie  groß  der  Lagerbestand  jeder  Materialsorte  ist;
2.  wieviel  davon  gebraucht  wurde;
3.  wann  und  in  welchem  Umfange  eine  neue  Bestellung  sich  empfiehlt;
4.  von  welchen  Firmen  das  Material  zu  beziehen  ist  (die  in  Betracht
kommenden  Firmen  werden  im  Kopf  des  Formulars  eingetragen);
5.  zu  welchem  Preis  der  Artikel  gekauft  wurde.
Die  Rechnungserteilung  für  die  entnehmenden  Betriebe  geschieht
am  Monatsschluß  und  zwar  derart,  daß  man  in  der  alphabetischen  Reihenfolge, ­
  nach  welcher  die  Skontrohlätter  in  Klemm-Mappen  aufbewahrt
werden,  die  Einzelentnahmen  jeder  Abteilung  herausschreibt.  Auf  diese
Weise  erscheinen  also  alle  Posten  desselben  Materials  in  der  Reihenfolge,
wie  sie  von  dem  betreffenden  Betriebe  entnommen  wurden,  untereinander.
Man  kann  daher  ohne  weitere  Zusammenstellung  z.  B.  sofort  ermitteln,
wieviel  Putzlappen,  Rüböl,  Seife  usw.  verbraucht  wurden  und  wie  sich
Lilienthal,  Fabrikorganisation.

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