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Gründe, die dies bewirkten, waren wirtschaftlicher Natur. Es
wurden nämlich die Mehranlagekosten, die infolge des einschich
tigen Betriebes erwuchsen, für die 1000 t-Grube auf eine halbe
Million Mark veranschlagt. »Sie dürften nur bei wesentlich klei
neren Gruben geringer sein, dagegen bei grösseren, sobald die
Anlage neuer Schächte, sowie zweiter Separations- und Wäsche
einrichtungen erforderlich ist, eine Flöhe erreichen, welche vor
der Anwendung des Einschachtsystemes geradezu abschreckt.
Ausserdem muss es bei grossen Förderziffern technische und
daher wirtschaftliche Schwierigkeiten bereiten, die durch den ein
schichtigen Betrieb bedingte hohe Anzahl Betriebsabteilungen in
der Grube zu schaffen. Was zweitens den Betrieb der Grube
angeht, so können hier die mögliche höhere Flauerleistung sowie
die durch eine kleinere Belegschaft bei der Förderung unter Tage
herbeizuführenden Ersparnisse für die einfache Schicht sprechen,
dagegen dürften diese Vorteile der einfachen Förderschicht in
den meisten Fällen durch die geringeren Kosten für Reparatur
arbeiten, Aus- und Vorrichtung, Aufrechterhaltung der Förder
und Wetterstrecken, sowie den kleineren Selbstverbrauch an Kohlen
bei der doppelten Förderschicht mehr als aufgewogen werden«.
»Dass die Ueberlegenheit, welche die doppelte Förderschicht
über die einfache meistens besitzt, in der Praxis anerkannt wird,
beweist ihre hervorragende Verbreitung, besonders auf grösseren
Betriebsanlagen«. Dieser Satz deutet an, was wir später noch
klarlegen werden: dass nämlich die Arbeitsteilung, also ein Vor
teil des Gesetzes des zunehmenden Ertrages erst dessen Vorteile
zeigt, wenn den dadurch geschaffenen Leistungsmöglichkeiten
auch eine genügende zu leistende Masse gegenübersteht. Daher
jenes »meistens«, also nicht immer »überlegen«.
4. die Möglichkeit, den jeweils am besten organisierten Ge
samtproduktionsprozess in einem Betriebe zu schaffen, d. h. mög
lichst grosse, aber möglichst billige Leistungen in den verschie
denen einzelnen Betriebszweigen zu erzielen. Es soll hier speziell
nur die äusserst wichtige Anordnung der zu den Arbeits-
betätigungen notwendigen Kraftquellen, also die Organi
sation der Kraft e r z e u g u n g behandelt werden.
Zörner *) erzählt uns, wie die Kosten des Maschinenbetriebes
»im allgemeinen infolge des Eindringens in immer grössere Teu-
1) R. Zörner, Belastung und Verbilligung des eigentlichen Grubenbetriebes durch
den Maschinenbetrieb. Preuss. Zeitschr. 1875. 2 57- z 68. 281.