Full text: Ferdinand Lassalle

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um zwölf Uhr mit Haenle zu ihm kommen solle, um 
dann gemeinschaftlich mit uns festzustellen, was er tun 
könne. 
3. Anbei einen Brief von Holthoff. Er hat einen Brief 
Helenens vom 9. aus Bern erhalten, worin sie alles 
widerruft, was sie ihm geschrieben. Er legt aber keinen 
Wert darauf, schiebt es bloß auf rohe Gewalt, erklärt 
es für ein Diktat des Vaters. In einem anderen Briefe 
von ihm, den ich soeben erhalte, spricht er dies noch 
stärker aus, sagt, daß dem Briefe Helenens an ihn sogar 
die gewöhnlichsten Höflichkeitsformen fehlen, er im 
rohesten Geschäftsstil geschrieben sei usw. Er hat 
wohl recht! Aber der Gedanke ist dennoch furcht 
bar! Ich leide jetzt noch entsetzlicher als bisher. Meine 
Ahnung hat sich bestätigt! Aber ich muß sie trotzdem 
gewinnen! 
4. Von Rüstow langt eine Depesche an. Er hat He 
lenen irgendeinen Brief — ich weiß nicht, ob einen ganz 
kurzen lakonischen, den ich ihm ließ, oder den langen 
beweglichen, sogenannten Ambernyschen Brief — end 
lich insinuiert und von ihr Antwort bekommen, die er 
mit „ganz schlecht" bezeichnet. Das heißt natürlich nicht 
mehr als: auch der Brief an Holthoff hat schwerlich, hat 
keinesfalls einen größeren Wert. Ach! es wäre furcht 
bar, auch noch an einer Unwürdigen zugrundegehen zu 
müssen! Und ich selbst trüge die Schuld ihrer Unwürdig 
keit! Furchtbare, furchtbare Verwicklung. 
5. Die Hauptsache ist jetzt, daß Sie die Arson auf 
packen, mit ihr nach Genf gehen und Helene, vor allen 
Dingen Helene selbst wieder fest machen. (Denn daß
	        
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