zur Zeit auf 44—45 Milliarden Tonnen geschätzt werden!), der Anteil Deutschlands
hieran auf fast die Hälfte.
!
Die wichtigsten bekannten Vorkommen der Welt
Deutschland (Staßfurt - Magdeburger Bezirk,
Halle-Mansfeld-Unstrut-Gebiet, Hannover, Süd-
harz, Werra-Gebiet, Baden). . .
Frankreich (Elsaß) .
Polen (Galizien, Bromberger Revier) . . .
U. d. S, S. R. (Solikamsk im Gouvernement Perm)
Rohsalze ' Reinkali
MilL ta Mill. to
20 000
2 000
L 500 300
L 500 | 800
3 500 600
Neben diesen und einigen anderen weniger bedeutenden oder weniger er-
[orschten Kalisalzlagern sind auch sonst in der Natur Kalisalze weit verbreitet:
sie finden sich in zahlreichen Mineralien und Gesteinen wie z. B. im Feldspat,
erner im Fluß- und im Meerwasser, im Lehmboden usw. Eine rentable Gewinnung
zrößerer Mengen ist jedoch in absehbarer Zeit nur bei den großen Salzlager-
;stätten denkbar.
Rationalisierungsergebnisse der letzten Jahre
Bald nachdem man bei Staßfurt um 1840 bei der Suche nach Steinsalz zufällig
Kalisalze entdeckt und eilig aus dem Wege auf die Halden geräumt hatte, weil
man sie zunächst für wertlos ansah, erkannte man den weittragenden Wert dieser
‚Abraumsalze“, entwickelte einen eigenen Kalibergbau und ging auch all-
mählich zur Kaliverarbeitung über. 1861 entstand die erste Fabrik. in der aus
Sarnallit Chlorkali gewonnen wurde.
Bis in die Kriegsjahre schwoll dann die Zahl der Werke immer mehr an, bis
andlich in der Nachkriegszeit ein Rückgang nicht der Produktion, aber der Zahl
der produzierenden Werke einsetzte. Die Zahl der Syndikatswerke, die um die
Jahrhundertwende erst 15, im Jahre 1913 bereits 164 und 1914 194 betragen hatte,
belief sich 1921 auf 205 und 1928 auf 229, Hiervon waren jedoch 1921 nur 155 und
(928 nur noch 60 Werke in Tätigkeit. Von den restlichen 169 Werken des Jahres
‚928 steht ein kleinerer Teil in Reserve, ein größerer ist endgültig stillgelegt und
jereits abgebrochen, hat also nur noch auf dem Papier für die Quotenberechnung
3Zedeutung. Infolge dieser Verminderung der Werkzahl hat sich im Vergleich zu
1914 die durchschnittliche Leistung der fördernden Anlagen, gemessen an der er-
zeugten Reinkalimenge, bis 1928 mehr als vervierfacht. Die Durchschnittsleistung
belief sich 1912 auf rund 100000 dz und 1914 auf 52000 dz; sie stieg auf 92000 dz
im Jahre 1922, auf 144 000 dz im Jahre 1925 und auf 237000 dz im Jahre 1928. Die
tolgende Tabelle veranschaulicht diese Entwicklung:?)
1) Nach einer Schätzung der Preuß. Geologischen Landesanstalt.
2) Für die Jahre seit 1912 zusammengestellt nach dem Bericht des Enquete-A Unter-
Ausschuß) ‚‚Die deutsche Kaliindustrie‘‘ Berlin 1929 8. 10. 11 und 15. ® usschusses (IIT.