Full text: Die deutsche Kali-Industrie 1930

Kaliwerke Aschersleben in Aschersleben 
Werke 
Aschersleben 
IV 
/ 
VI 
VII. 
Hattorf . . 
Leopoldshall . 
Heimboldshausen 
Ransbach . . 
Mariaglück . . 
Jlabighorst . . . 
"udwig II 
Schacht I . 
Schacht HI 
Sehacht HI 
Werke des Aschersleben-Konzerns 
Gesetzl. Quoten Werke 
Ola 
1,2658 
6129 
3.9290 
3.9290 
1.0620 
„3668 
„9290 
1.3107 
1.1760 
' 4005 
Sollstedt 
Sollstedt 
Craja I 
Craja II 
Neusollstedt . . .. 
Hannoversche Kaliwerke . 
Berkhöpen . .... 
Adler Kaliwerke. . . 
Oberröblingen . .. . .. 
Hope‘... 0.0.0.0. 
Adolfsglück . 
Vebertrag: 
29.1655 
1.2658 
2.2452 
3.5923 26.9195 
56.0850 
Anteil an den Mansfeld- und Einig- 
keit-Quoten , .. 0... 
Insgesamt Aschersleben-Konzern: 
Vebertrae: 
Gesetzl. Quoten 
"oo 
56.0850 
5.8374 
5.1689 
5.2587 
1.4908 
5.0741 
2,9187 
3.7270 
2.7184 
3.8168 
5.612) 26.3582 
98.6182 
11.0028 
{09.7010 
[. Ascherslebener Anlagen. 
Gefördert wird zur Zeit in Aschersleben auf dem 
Schacht V. Die Schächte IV, VI und VII sind Reserve- 
3chächte, die jederzeit den Betrieb aufnehmen können. 
Die Aibbaue der Schächte IV und V sind mit leistungs- 
fähigen Schüttelrutschen ausgerüstet. Die rund 
22000 dz betragende Tagesförderung besteht in der 
Hauptsache aus Carnalliten, die in der Fabrik nach 
ainem neuen den K. A, patentierten Verfahren auf die 
1ochwertige Kaliumsulfat-Marke verarbeitet werden. 
Ferner werden die Marken Kainit und 20er Dünge- 
salz direkt aus der Grube gefördert. 
Die ausgedehnte Ascherslebener Fabrikanlage 
vermag werktäglich 25 000 dz Carnallit zu verarbeiten. 
Neben schwefelsaurem Kali werden daraus große 
Mengen Brom, festes Chlormagnesium und Chlor- 
magnesiumlauge hergestellt. Für die Lagerung der 
Fabrikate sind ausreichende Speicherräume vor- 
ıanden. Die bei der Fabrikverarbeitung entstehenden 
Endlaugen werden, soweit sie nicht sonst verwertet 
werden können, durch zwei je 24,5 km lange Muffen- 
rohrleitungen nach der Bode abgeleitet. 
Zur Versorgung der gesamten Schacht- und 
Fabrikanlagen mit elektrischem Kraft- und Licht- 
strom ist bei der Fabrik eine eigene elektrische 
Zentrale errichtet, in welcher je ein Turbogenerator 
für 1000, 1600 und 2800 kW Leistung im Betriebe ist. 
Der Abdampf aus den Turbinen findet Ausnutzung zu 
Verdampfzwecken in den Fabriken, Als Reserve für 
lie eigene elektrische Zentrale besteht ein Anschluß 
an das Hochspannungsnetz der Ueberlandzentrale 
Anhalt. Die Feuerkohle wird von der Consolidirten 
Braunkohlengrube Geong in Königsaue bei Aschers- 
(eben bezogen, an der: die K.A. maßgebend be- 
teiligt sind. ; 
Ebenfalls bei der Fabrik gelegen sind die 
Laboratorien, eine größere Zentralwerkstatt und das 
Verwaltungsgebäude. Eine Erzeugungsanlage für 
lüssige Luft, die als Sprengmittel im Gruben- 
zewinnungsbetriebe Verwendung findet, befindet sich 
auf Schacht V, Schließlich sind noch 71 Beamten- 
ınd Arbeiterwohnungen vorhanden, 
Lage der Felder: Gemarkungen Aschersleben, Winningen, 
„„Wilsleben, Groß-Schierstedt. . 
Fündige Bohrungen: 11 fündig zwischen 256—733 m. 
Zahl und Mächtigkeit der Kalilager: 
Kalisalze nur in einem Lager, . . 
bewegen sich in einer Teufe von 270—480 m. 
VMächtigkeit 10-—020 m. 
Schächte: 4 Schachtanlagen. 
3rundbesitz: 
rund 2484 900 qm Aschersleben und Gr. Schierstedt, 
# 258 300 qm Leopoldshall, 
ir 625 700 qm Hattorf. 
“"abrikanlagen: - 
Deck- und Trockeneinrichtungen, 
Speicherräume für ca. 25 000 to Lagerung, 
Mahlwerk, Leistung stündlich 150—200 to Mahlgut, 
Zentralwerkstatt, Schüttelrutschen, 
Fabrikanlagen zur Verarbeitung der Rohsalze aut 
Chlorkalkium, Sulfat, Düngesalze und andere chemi- 
sche Produkte. . 
Maschinelle Einrichtung: 
Mechanische Löseapparate, 
elektrische Zentrale, 
2 Turbogeneratoren für 1000 bzw. 1600 kW-Leistung, 
Deck- und Trockeneinrichtungen, 
Turbo-Aggregat von 2800 kW-Leistung, 
alektrolytische Kesselschutz- und Wasserreinigungs- 
anlage, 
Tausbesitz: 
Verwaltungsgebäude, ; 
22 Beamtenwohnhäuser, % in Aschersleben und 
Laboratorium | Gr. Schierstedt. 
\onstiger Besitz: 
Transport- und Verladevorrichtungen, 
2 eiserne Muffenrohrleitungen von 400 und 250 mm- 
Durchmesser und je 24.5 km Länge zur Abführung) 
der Fabrikabwässer nach der Bode, 
Eisenbahngleisanschlußanlage ;nach Bahnhof Aschers- 
leben, 
Lokomotiven, ; 
Eisenbahnwagen, (davon 18 Talbot- (Selbstentlader- 
Wagen, 
Anschluß an das Hochspannungenetz der Ueberland. 
zentrale Anhalt, 
Kettenbahnanlagen, 
Seilbahnanlagen, 
WVasserwerke, 
Kraftübertragung, 
Beleuchtungsanlage. 
il. Schacht IV (Zornitz): 
Zegonnen; 1890. 
Tiefe: 455 m. 
"Srderung: ‚seit 1895 Karnallit.
	        
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