Full text: Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

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Dritter Abschnitt 
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möchte. In der Tat aber ist die Rate des Mehrwertes nicht = € 
oder En sondern = —_ also nicht 500 sondern 39 = 100 pZt 
mehr als das Fünffache des scheinbaren Grades der Auf 
beutung. Obgleich wir nun im gegebenen Falle die absolute Größ 
des Arbeitstages nicht kennen, auch nicht die Periode des Arbeit 
Prozesses (Tag, Woche usw.), endlich nicht die Anzahl der Arbeite! 
die das variable Kapital von 90 Pfd. Sterl. gleichzeitig in Bewegu! 
setzt, zeigt uns die Rate des Mehrwertes * qurch die Möglichke 
ih Vv al . Mehrarbeit v das Verhältnis d#® 
rer Umwandlung in Notwendige Arbeit 8°Nau das Verhältnis 
zwei Bestandteile des Arbeitstages zueinander. Es ist 100 p@ 
Also arbeitete der Arbeiter die eine Hälfte des Tages für sich und 
die andere für den Kapitalisten. 
Die Methode zur Berechnung der Rate des Mehrwertes ist al 
kurz gefaßt diese: Wir nehmen den ganzen Produktenwert u 
setzen den darin nur wiedererscheinenden konstanten Kapitalwe 
gleich Null. Die übrigbleibende Wertsumme ist das einzige ® 
Bildungsprozeß der Ware wirklich erzeugte Wertprodukt. Ist d” 
Mehrwert gegeben, so ziehen wir ihn von diesem Wertprodukt & 
um das variable Kapital zu finden. Umgekehrt, wenn letzteres g” 
geben und wir den Mehrwert suchen. Sind beide gegeben, so it 
nur noch die Schlußoperation zu verrichten, das Verhältnis d® 
Mehrwertes zum variablen Kapital, > zu berechnen. ... 
So einfach die Methode, scheint es doch passend, den Leser 
die ihr zugrunde liegende und ihm ungewohnte Anschauungswei® 
durch einige Beispiele einzuexerzieren. 
Zunächst das Beispiel einer Spinnerei von 10000 Mulespindel” 
die Garn Nr. 32 aus amerikanischer Baumwolle spinnt und 1 Pfu? 
Garn wöchentlich pro Spindel produziert. Der Abfall ist 6 pZt. AWO 
werden 10600 Pfund Baumwolle wöchentlich in 10000 Pfund Ga 
und 600 Pfund Abfall verarbeitet. Im April 1871 kostet diese Bau 
wolle 7%/, Pence pro Pfund, also für 10 600 Pfund rund 342 Pfd. ster! 
Die 10000 Spindeln inklusive Vorspinnmaschinerie und Dampf 
maschine kosten 1 Pfd. Sterl. pro Spindel, also 10000 Pfd. Sterl. 1 
jährlicher Verschleiß beträgt 10 pZt. = 1000 Pfd. Sterl, oder wöch®” 
lich 20 Pfd. Sterl. Die Miete des Fabrikgebäudes ist 300 Pfd. Sterl. ode 
8 Pfd. Sterl pro Woche. Kohlen (4 Pfund pro Stunde und Pferd” 
kraft, auf 100 Pferdekraft [Indikator], und 60 Stunden pro woch 
inklusive Heizung des Gebäudes) 11 Tonnen pro Woche, zu 8 Shi 
6 Pence die Tonne, kosten rund 4'/, Pfd. Sterl. pro Woche; Gr 
1 Pfd. Sterl. pro Woche, Oel 4*/„ Pfd. Sterl. pro Woche, also al 
Hilfsstoffe 10 Pfd. Sterl. pro Woche. Also ist der konstante Wertl® 
378 Pfd. Sterl. pro Woche. Der Arbeitslohn beträgt 52 Pfd. Ster 
pro Woche. Konstantes und variables Kapital zusammen. mach“ 
also 378 -+ 52 = 430 Pfd. Sterl. in der Woche aus.
	        
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