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Dasselbe Bild zeigt sich bei der Betrachtung der Personenzahlen.
Vom gesamten Personal in Handwerk und Industrie entfielen auf
Klein- . Mittel- Groß-
betriebe betriebe betriebe
3.270 000 1109 000 1 554 000
3191 000 1 902 000 2.907 000
. 3200 000 2715 000 4 938 000
2 805 000 2 305 000 4.763 000
{ 2837 000 2 899 000 6 968 000
Während die Kleinbetriebe 1882 noch mehr als die Hälfte des
ganzen in Handwerk und Industrie beschäftigten Personals umfaßten,
beträgt heute ihr Anteil am Personal nur mehr knapp ein Viertel.
Der Anteil der Großbetriebe hat sich dagegen von etwa einem Viertel
im Jahre 1882 auf über die Hälfte im Jahre 1925 vergrößert. Die
Gewichtsverhältnisse zwischen Groß- und Kleinbetrieb sind also
gerade ins Gegenteil gekehrt worden.
Die Veränderungen, die das ganze Gewerbe erfahren hat, sind
in ähnlicher Weise auch beim Baugewerbe (Hoch- und Tiefbau) fest-
zustellen. Auch hier sind die Kleinbetriebe zahlenmäßig zurück-
gegangen, während die Mittel- und Großbetriebe immer stärker
hervorgetreten sind. Gezählt wurden
1882 1895 1907
Kleinbetriebe .... 75900 85 900 67 600
Mittelbetriebe .... 11600 19 700 27 500
Großbetriebe .... 880 3100 4.900
Beim Personal zeigt sich die gleiche Entwicklung, jedoch noch
stärker ausgeprägt. Es betrug die Zahl der Personen in den
1882 1895 1907
Kleinbetrieben ... 128000 134000 127000
Mittelbetrieben .. 168000 2321000 456000
Großbetrieben ... 87000 328000 587000
Aus diesen Zahlenreihen ergibt sich klar, wie der Aufschwung
der Bauwirtschaft gegen Ende des 19. Jahrhunderts den Mittel-
betrieben und in noch größerem Maße den Großbetrieben zugute
kam. Das Personal der Mittelbetriebe hat sich in den 25 Jahren
von 1882 bis 1907 fast verdreifacht, das der Großbetriebe mehr als
1 Zugrunde gelegt sind die technischen Betriebseinheiten und der frühere Umfang der
Gewerbeabteilung „Industrie und Handwerk“,
? Zugrunde gelegt sind die örtlichen Betriebseinheiten und der jetzige Umfang der Ge-
werbeabteilung „Industrie und Handwerk“.