Full text: Der Einfluß des Deutschen Zollvereins 1834 bis 1918 auf die deutsche Eisenwirtschaft

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——⸗ 
Verdienste der Hüttenarbeiter. 
Tages⸗Durchschnittsverdienst der Arbeiter auf der Gußstahlfabrik Krupp. 
Stunden⸗Durchschnittsverdienst der Gesamtbelegschaft auf den Hüttenwerken von Arbeitnordwest. 
Mark / Tag 
Vfq./Stunde 
100 
90 
0 
unden⸗ 
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NMordwest“ 
70 
30 
30 
4 
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((Krupp) 
10 
30 
0 
10 
1850 1880 1870 1880 1890 
hrer Bedeutung der Schöpfung des ßollvereins 
an die Seite gestellt werden kann. Das ein— 
zeitliche Zollgebiet ist erst dank einer groß— 
zügigen Verkehrspolitik zu neuen, ungeahnten 
Entwickelungsmöglichkeiten geführt worden. Der 
Eiserne Kanzler wollte, daß die Eisenbahntarif- 
und wverkehrspolitik im zielbewußten Zusammen- 
virken mit der Zoll- und Bandelspolitik die 
deutsche Wirtschaft stärken sollte. 
Als Großlieferanten und Massenverfrachter 
standen die Hüttenwerke von jeher in besonders 
engen Beziehungen zu den Eisenbahnen. Trotz- 
dem verschlossen sich die Staatseisenbahnverwal⸗ 
tungen bedauerlicherweise wichtigen Wünschen 
der Eisenwirtschaft, namentlich hinsichtlich der 
Rohstofftarife. 
Die zwangsläufige Folge davon war, daß 
die Eisenhüttenwerke sich auf den Wasser— 
traßen ihre Betätigung ausbauten, in eigenen 
1900 1913 1924 1550 
I. I. 
Halbjiahr 
i) 
häfen und Verladeeinrichtungen und dergl. Er— 
parnismoͤglichkeiten suchten. Oaher rührt auch 
ieben mittel- und ostdeutschen Kanalwünschen 
her Gedanke des Ausbaus der Mosel und der Saar, 
»in Antrag, der bald von nordwestlicher, bald von 
üdwestlicher Seite stärker betrieben worden ist. 
Die Ablehnung der Moselkanalisierung wie 
zewifser Ausnahmetarifwünsche hatte die Wirkung, 
aß im Südwesten des Zollgebiets die Eisenhütten 
usehends vergrößert und vermehrt wurden. Selbst 
die nordwestliche Eisenindustrie beteiligte sich 
tark am Ausbau der lothringischen und luxem⸗ 
urgischen Hütten. 
Die Standortsfrage hat gegen Ende des 
»origen Jahrhunderts auch in Rheinland-West- 
alen ein neues Gesicht bekommen. Mangels 
zenügender eigener Erze, wie sie im Sieg-, 
Lahn- und Oillgebiet gefördert wurden, mußte 
nan auf möglichst billige Herbeischaffung von
	        
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