Full text : Handbuch der vergleichenden Statistik der Völkerzustands- und Staatenkunde

GKOSSBRITAOTEN  —  Finanzen  (Budget).

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Lässt  man  bei  diesem  Budget  die  ausserordentlichen  Kriegsausgaben
ausser  Ansatz,  so  kann  man  die  llauptpositionen  so  zusammenfassen:

Einnahmen  :
Direkte  Steuern  .  .  Pf.  9’290,000
Indirekte  Auflagen  .  «  41’860,000
Domänen  ....  #  259,000
Staatsanstalt  (Post)  .  í  1’200,000
Verschiedene  Einnahmen  «  740,000
Pf.  53’349,000

Ausgaben  :
Staatsschuld  ...  Pf.  27’546,000
Land-  und  Seemacht
(mit  Miliz)  .  .  .  ,  18721,000
Alle  andern  Bedürfnisse  <  8'672,000
Pf.  54’939,000

Von  der  ordentlichen  Gesammtausgabe  erheischten  also:
84,23  Proz.
15,77
Zieht  man  aber  das  Kriegsbudget  mit  in  Rechnung,  so  ergaben
sich  gleich  im  ersten  Kriegsjahre  folgende  Ziffern  •
Schuld  .  .  27’546,000  Pf.  =  44,29  Proz.
Krieg  .  .  25’971,000  '  =  41,76  ,
Andere  Bedürfnisse  8’672,000  í  =  13,95  »
62789,000  Pf.

Die  Schuld  .  .  50,15  )
Das  Kriegswesen  .  34,08  )
Alle  anderen  Ausgaben  nur

Allein  der  wirkliche  Kriegsaufwand  zeigte  sich  alsbald  noch  grösser,
und  so  bekam  man  denn  mit  dem  ersten  Entwürfe  des  Budgets  Ziffern,
die  sich  folgendermassen  zusammenstellen  lassen  :

18%
Voranschlag.  Wirklichkeit.
Armee  (Infanterie  und  Kavallerie  6’287,486  7767,486
Marine  7787,978  10717,309
Zeugamt  (Artillerie)  .  .  3’845,878  5’986,662
Transportdienst  ...  —  3’582,474
Zusammen  17’621,312  27753,931

Voranschlag
für  18»%,
13731,158
10716,338
7’808,042
5781,465
37727,003

Die  Mittheilungen  des  Ministers  gelegentlich  der  Vorlage  des
Budgets  für  gewährten  unter  Anderm  folgende  Aufschlüsse:

Die  Ausgaben  im  letzten  Friedensjahre,  j  hatten
5l’l98,000  Pf.  betragen;  die  im  ersten  Kriegsjahro  IS^Vss  dagegen
65’962,000,  und  der  Voranschlag  für  18%8  stieg  bereits  auf
86'339^^0  Ph
Die  Einnahmen  ira  Jahr  18®V55  betrugen  aus  den  frühem
Steuern  etc.  circa  53’349,000,  aus  den  neuen  Steuern  (da  ein  Theil  erst
im  folgenden  Rechnungsjahre  flüssig  werde)  6747,000.  Zur  Deckung
des  weitern  Bedarfs  hatte  man  die  unfundirte  Schuld  um  7725,513
Pf.  vermehrt.
Bei  so  sehr  gesteigertem  Bedarfe  ging  man  von  dem  System  ab,
die  Gesammtsumme  der  Kriegskosten  durch  Steuererhöhung  zu  decken.
Man  sprang  zwar  nicht  zu  der  in  Frankreich  angenommenen  Methode
über.  Alles  durch  Anlehen  zu  docken,  benützte  nun  aber  beides:
Stcuererhöhung  und  Anlehen.  So  beschloss  man  denn  für  IS^Vsö
folgende  ausserordentliche  Deckungsmittel:  a)  Anlehen  16  Millionen,
b)  neue  Steuern  5’300,000  Pf.
Die  Steuererhöhimgen  waren  :
            
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