Arbeiternot
n. Maschinen
Fremde Arbeiter
Dorf und
Einzelhof
Anteil der
Kulturen am
Area!
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aus der Landwirtschaft lebende Bevölkerung auf 1 / 7 der
Gesamtzahl zusammengeschrumpft.
Der Zug des Landvolkes nach den Städten
nnd Fabrikorten hat auf dcni Lande eine eigentliche
Arbeiternot hervorgerufen. Als Ersatz für die
menschlichen Arbeitskräfte fanden die landwirtschaftlichen
Maschinen Eingang, obschon stellenweise
der stark geneigte Boden und die zerstückelte Lage
des Kleingrundbesitzes dem modernen Betrieb
Schwierigkeiten bereiten. Zu der einheimischen Fabrikation
an landwirtschaftlichen Maschinen kommt
i ine starke Einfuhr, größtenteils ans Deutschland,
Der Arbeitermangel auf dem Lande machte auch
schon vorübergehend den Zuzug fremder Hilfskräfte
notwendig. In der Ostschweiz werden zeitweilig
Deutsche und Italiener beschäftigt: im bernischen
Seeland ist der Zuckerrübenbau im Großbetrieb
Sache polnischer Saisonarbeiter.
Im Emmeutal, Toggenburg und Appenzell wird
der Boden vielfach von Einzclhvfcn aus bewirtschaftet.
Gegenüber dem Dorf init dem zerstttkkelten
und weit zerstreuten Grundbesitz hat der Einzelhof
den großen Vorteil eines abgerundeten, nahe
beisammen gelegenen Kulturbodens; die geringen
Entfernungen bedeuten eine Ersparnis an Zeit und
Arbeit. Nur in vereinzelten Fällen hat die dörfliche
Landwirtschaft versucht, durch den Austausch
und das Zusammenlegen der Landstückc sich den
gleichen Vorteil zu sichern.
Die Schweiz übertrifft an Regenmenge die meisten
Länder Europas. Das feuchte Klima begünstigt
die Wiesen und Weiden und die damit verbundene
Viehzucht. Während im regenärmeren Deutschland
und in den Trockengebieten Südosteurvpas das Gelb
der reisenden Getreidefelder weithin die hochsommerlichen
Fluren beherrscht, tritt in unserem feuchten
Land der Getreideackcr neben den ausgedehnten Wie-