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gefeilt sich eine kleinere einheimische Produktion.
Durch Düngung und Bearbeitung sind weite Flächen
ursprünglich mageren Bodens zu guten Ernten vorbereitet
worden. Vermöge der sorgfältigen Bodenpflege
ist der Ertrag der Landwirtschaft im Verlauf
des letzten Jahrhunderts gewaltig gestiegen. So wird
geschätzt, daß seit 50 Jahren der Körnerertrag auf
der gleichen Fläche sich verdreifacht hat. Die Verkehrserleichterung
und das Anwachsen der industriellen
Bevölkerung in Städten und Fabrikorten
verschaffte den landwirtschaftlichen Produkten, auch
entlegener Gegenden, einen guten Absatz. Infolge
des größeren Ertrages und der beständigen Steigerung
der Lebensmittelpreise hat der Boden an Wert
bedeutend gewonnen.
Die Volkszunahme kommt in der Schweiz wie
in anderen Industrieländern fast ausschließlich den
städtischen Berufsarten zugute. Die bäuerliche Bevölkerung
bleibt sich seit langem an Zahl ungefähr
gleich. Im Verhältnis zu den andern Ständen
geht sie beständig zurück. Sie macht heute nur
noch einen Drittel der Gesamtbevölkerung aus. Die
Landwirtschaft ist immer weniger imstande, das
Land mit Lebensmitteln zu versorgen, so daß eine
beständig anschwellende Zufuhr von Lebensmitteln
aus den weniger dicht bevölkerten Ackerbaustaaten
des Ostens nötig wird.
Eine begrenzte, ungefähr gleichbleibende Kulturfläche
setzt dem Anwachsen der landwirtschaftlich tätigen
Bevölkerung Schranken, die für Handel und Industrie
nicht vorhanden sind. In der Hügelregion der
Ostschweiz ging der Anteil der bäuerlichen an der
Gesamtbevölkerung innert 30 Jahren um 1/3, i" stark
industriellen Gebieten sogar um die Hälfte zurück.
Ähnlich steht es in den übrigen Industriestaaten Westeuropas,
die sich längst nicht mehr selbst mit Nahrnngsmitteln
versorgen können. So ist in England die
Erfolg der
Bodenpflege
Bäuerliche
Bevölkerung