B. IV. Abschnitt. Das Prinzip der Steuerprogression.
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0,6 Prozent, die oberste 4 Prozent. Ermäßigungen genießen Ein
kommen bis 6000 Mark, bei welchen verschiedene, die Leistungs
fähigkeit beeinflussende Umstände in Betracht gezogen werden
können. Die österreichische Einkommensteuer vom Jahre 1896
beginnt auf der untersten Stufe mit einem Steuerfuß von 0,6 Pro
zent und steigt bis 5 Prozent. Die Steigerung des Steuerfußes ist
auf den unteren Stufen langsamer als bei der preußischen Ein
kommensteuer. Bei Einkommen unter 10000 Kronen können Er
mäßigungen eintreten.
19. Die richtige Formel für den progressiven Steuerfuß ist
auch ein Problem der Mathematik. Mit diesem Problem haben
sich Cohen, Pierson, Gobbi und Andere befaßt. Sehr richtig ist
die Bemerkung Gobbi’s, daß die Formel für den progressiven Steuer
fuß nicht willkürlicher zu sein braucht, als welche Formel immer,
sobald vom Terrain der Theorie auf das der Praxis übergegangen
werden muß.
Über die positive Gestaltung der progressiven Steuerfüße bieten
uns folgende Beispiele ein klares Bild.
Der Steuerfuß der österreichischen Einkommensteuer vom
Jahre 1896 gestaltet sich folgendermaßen:
Stufe
Gulden
fl. kr.
Stufe
Gulden
Gulden
1
600— 625
3,60
34
6000- 6500
163
2
625— 650
4-
35
6500- 7000
181
3
650- 675
4,40
36
7000— 7500
199
4
675- 700
4,80
37
7500— 8000
217
5
700— 750
5,40
38
8000— 8500
235
6
750- 800
6-
39
8500- 9000
253
7
800— 850
6,80
40
9000— 9500
272
8
850- 900
7,60
41
9500-10000
291
9
900— 950
8,40
42
10000-11000
319
10
950—1000
9,20
43
11000—12000
357
11
1000—1100
10-
44
12000—13000
359
12
1100—1200
12-
45
13000-14000
433
13
1200—1300
14-
46
14000—15000
471
14
1300—1400
16-
47
15000-16000
510
15
1400 -1500
18,-
48
16000-17000
550
16
1500-1600
20,—
49
17000-18000
590
17
1600—1700
22,-
50
18000—19000
630
18
1700-1800
24,-
51
19000—20000
670
19
1800-1900
27-
52
20000—22000
730
20
1900—2000
30,—
53
22000—24000
800