130
und Kollation dem jedesmaligen bischöflichen General-Vikar; 2) dem
Marianen-Hause zu Paderborn vermachte er eine Rente von 50 Thlr.
zur Begründung eines von dem jedesmaligen Präses des Priester-Se
minars zu vergebenden Stipendiums; 3) begründete er mit einem Ka
pital von 600 Thlr. eine Stipendien-Stiftung. Die Zinsen sollen zur
Unterstützung eines Studircnden der kath. Theologie und Philosophie
aus der Diöcese Paderborn, welchen der jedesmalige Regens des Prie
ster-Seminars zu bestimmen hat, verwendet werden; 4) dem bischöf
lichen Seminar vermachte er eine jährliche Rente von 50 Thlr. zur Aus
stattung eines dürftigen Seminar-Priesters bei seiner Anstellung als
Kaplan oder Pfarrer; 5) bestimmte er eine jährliche Rente von 5O Thlr.
zur Unterstützung kath. Pfarrgeistlichen und Schullehrer. Die Vermal-
lung und Kollation steht dem bischöflichen General-Vikar zu. Noch
legirte er der Pfarre Büsdorf mehrere Kapitalien; dem kath. Wai
senhause zu Paderborn eine Rente von 50 Thlr. ; der Mädchen-Frci-
schule daselbst einen Theil des Erlöses seiner Kupferstich-Sammlung
und mehrere Kapitalien; der kath. Knaben-Freischulc eine Rente von
50 Thlr. ; dem Institut der barmherzigen Schwestern zu Paderborn
Grundstücke und Kapitalien; zur Herstellung eines Knaben Seminars
mehrere Summen u. s. w.
Darlehnskasse zu Breslau.
Im Jahre 1848 von einem Verein mit Zustimmung der Stadtverord
neten aus Geschenken und Darlehnen gegründet, um Gewerbtreibenden
der Stadt behufs Beschäftigung brotloser Arbeiter zum Fortbctriebe des
Gewerbes Darlehne zu geben und Arbeit zu vermitteln. 1851 aufge
löst, sind (1864) die Bestände von 3000 Thlr. der Bürgerrettungs-
Anstalt (s. d.) unter der Bedingung überwiesen, bei Darlehnsbewil
ligungen aus diesem Fonds von der statutenmäßigen Bedingung 5jäh-
rigcn Bürgerrechts des Schuldners abzusehen.
Darlehns-Kasse zu Hirschberg.
Ein Privat-Institut, welches nach dem Abschlüsse von 1862 162 Dar
lehne à 3 bis 30 Thlr., int Ganzen 23391 Thlr. ausgegeben hat.
Ende Dezember 1862 hatte die Kaffe ausstehen 1016, baar vorräthig
50, in Staatsschuldscheiuen 400 Thlr., im Ganzen 1466 Thlr.
Darlehnskaffe zu Mettlach (Merzig),
von den Gemeinden der dortigen Bürgermeisterei mit 5400 Thlr. unter
staatlicher Genehmigung begründet. Es werden daraus den Einwohnern
Darlehne gegen Handschrift mit kurzen Zahlungsfristen zu 5 pEt. Zin
sen gegeben.
Darlehus-Bereiu zu St. Theobald (Wernigerode),
1855 vom Prof. Huber gegründet. Mitglied ist, wer ein für allemal
10 Thlr. einzahlt, ober jährlich 1 Thlr. beiträgt nder ein unverzins
liches Darlehn von mindestens 25 Thlr. für die Zwecke des Vereins
offerirt. Bis Ende 1861 waren 350 Darlehne im Betrage von zu
sammen 47,000 Thlr. gegeben worden.