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schlagendsten Beleg. Das allein in indischen und Kolonialbahnen an-
zelegte englische Kapital wird auf 200 Mill. £ berechnet, das der
Kolonialbanken auf 25 Mill.
2. Der grosse Bedarf an intelligenten Kräften in den Kolonien
ziebt der heimatlichen Bevölkerung reiche Gelegenheit zur Bethätigung,
und hier ist es vor allem die gemeinsame Sprache, welche die Bevor-
zugung dieser Kräfte als etwas Natürliches erscheinen lässt. Nicht
aur Beamte für die Verwaltung, sondern auch besonders kaufmännische
ınd industrielle Kräfte strömen dorthin, um, wenn nicht dauernde, so
doch zeitweilige Beschäftigung und Verdienst zu gewinnen, und die
Zurückkehrenden bringen nicht nur pekuniären Gewinn, sondern reich-
liche Erfahrung und erweiterten Blick mit nachhause, die der Heimat
zugute kommen, Gerade dadurch hat der intelligentere, gebildete Teil
ler britischen Bevölkerung in allen Weltteilen eine bevorzugte Stellung,
weil er überall Kolonien findet, in denen seine Sprache gesprochen
wird und man ihm mit besonderem Vertrauen entgegenkommt. Dieser
Vorteil bleibt für ihn bestehen, auch wo die Beziehungen mit England
aur ganz lose sind, wie in Australien oder Canada; ja es erstreckt sich
dieses noch auf die Vereinigten Staaten, die nicht mehr zu den Kolo-
aien gehören.
Weiter als angegeben, wird sich der Nutzen der Kolonien nicht
erstrecken, nachdem das alte Ausbeutungssystem gefallen ist und die
Gleichberechtigung der Nationen auf dem Kolonialboden heutigen
Tages allgemein anerkannt ist, Insbesondere ist nachdrücklich hervor-
zuheben, dass ein unmittelbarer wirtschaftlicher Nutzen von den Kolonien
aur gewonnen wird, wenn das darin angelegte Kapital sich reich-
lich verzinst und die dort erzielten Produkte billiger geliefert werden,
als sie aus anderen Ländern bezogen werden können. Gänzlich falsch
st dagegen die Anschauung, als sei es an und für sich vorteilhafter,
den Bedarf an Kaffee, Kakao, Tabak ete. aus den Kolonien zu be-
ziehen, als aus Java, Brasilien ete. Dies ist vielmehr für den Kon-
sumenten wirtschaftlich gänzlich gleichgiltig, und es wäre Vergeudung
von: Kraft und Geld, in den Kolonien grosse Anlagen zu errichten
ınd zu erhalien, um dort Dinge zu produzieren, die man billiger wo
anders her erhalten kann, wenn nicht wenigstens für die Zukunft eine
Besserung der Verhältnisse erhofft werden kann. Hier steht die
Kolonialpolitik auf demselben Boden wie die Schutzzollpolitik und ist
in gleicher Weise aufzufassen.